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Bremens Innensenator fordert zentrales Abschiebegefängnis für Gefährder

Archivmeldung vom 07.12.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.12.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Gefängnis
Gefängnis

Bild: Rike / pixelio.de

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat den Bund aufgefordert, die Abschiebung sogenannter Gefährder zentral zu bündeln. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Mäurer: "Wir brauchen ein Zentralgericht in Deutschland, dass bundesweit über die Rückführung von Gefährdern und alle damit zusammenhängenden Fragen entscheidet.

An diesem Gericht sollte ein Abschiebegefängnis angedockt sein." Der Innensenator verwies auf die letztlich erfolgreiche Rückführung eines islamistischen Gefährders aus Bremen nach Russland, die zuvor fast 20 unterschiedliche Gerichte beschäftigt hatte. "Eine solche Zersplitterung darf nicht sein. Der Bund muss hier Verantwortung übernehmen", sagte Mäurer.

Laut Bundeskriminalamt zählen die Sicherheitsbehörden in Deutschland derzeit etwa 710 Gefährder. Vor einem Jahr waren es noch 500. Als Gefährder werden Personen eingestuft, denen die Polizei zutraut, einen Anschlag zu begehen. Eine Abschiebung kommt nur für diejenigen in Betracht, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Nach Angaben des BKA sind das weniger als die Hälfte.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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