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Gewerkschaftschef kritisiert Gabriel wegen Sonder­abgabe für Braunkohle

Archivmeldung vom 15.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rike / pixelio.de
Bild: Rike / pixelio.de

Der Chef der Chemie- und Bergbaugewerkschaft, Michael Vassiliadis, hat die von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geplante Sonderabgabe für Braun­kohle­meiler kritisiert. Dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte Vassiliadis, er befürchte durch die Einführung der Klimaabgabe einen "Dominoeffekt": Arbeits­plätze würden durch die neue Belastung im Kraftwerksbetrieb ver­schwinden - vom Tagebau bis zu den Zulieferfirmen.

Falle die billige Energie aus Braunkohle weg, steige oben­drein der Börsenstrompreis. Das würde nach Vassiliadis` Rechnung Jobs in der energieintensiven Chemieindustrie kosten. Der Gewerkschafter bezweifelt, dass die Facharbeiter aus den Kraftwerken in der Öko-Branche unterkommen könnten.

"Das Bild, dass grüne Jobs in Deutschland wachsen und den Verlust von klassischen Industriearbeitsplätzen kompensieren können, ist eine Legende", so Vassiliadis. "Wer den Erfolg der Energiewende will, muss die klassischen Blaumänner stärken", meint Vassiliadis. "Sonst wird der Ausbau grüner Energien zu teuer und ineffizient und verliert die öffentliche Unterstützung."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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