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CO2-Handel beschert Auktionserlöse von über zwei Milliarden Euro

Archivmeldung vom 03.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
(Symbolbild)
(Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die hohen Preise am Markt für CO2-Berechtigungen sorgen für unerwartete Zusatzeinnahmen des Bundes. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" erlöste die Deutsche Emissionshandelsstelle an der Strombörse EEX allein im Juli mit der Versteigerung von 17 Millionen CO2-Zertifkaten rund 283 Millionen Euro. Die Bieter zahlten damit im Schnitt fast acht Prozent mehr als noch im Vormonat. Bei der Deutschen Emissionshandelsstelle hieß es auf Nachfrage der "Welt am Sonntag", man erwarte insgesamt, "dass sich der Auktionserlös des Bundes in diesem Jahr auf mehr als zwei Milliarden Euro verdoppeln wird."

Denn schon nach der jüngsten Auktion in der vergangenen Woche lagen die Erlöse bei 1,7 Milliarden Euro - und damit höher als im gesamten vergangenen Jahr. Bis Jahresende stehen aber noch weitere zehn Auktionen an, bei denen jeweils weitere 4,36 Millionen CO2-Berechtigungen unter den Hammer kommen. Die Auktionserlöse fließen dem im Jahre 2010 aufgelegten "Energie- und Klimafonds" zu, einem Sondervermögen, mit dem die Bundesregierung die Energiewende unterstützt. Finanziert werden daraus zum Beispiel Programme zur Förderung der Elektromobilität oder der Heizungssanierung. Weil die Erlöse aus den CO2-Versteigerungen jahrelang extrem niedrig waren, musste der Fonds stets mit Steuergeldern aufgefüllt werden.

Laut Haushaltsentwurf rechnet das Bundesfinanzministerium bislang noch damit, im Jahre 2019 rund 3,1 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt zum "Energie- und Klimafonds" zuschießen zu müssen. Zudem sollen weitere 1,6 Milliarden Euro aus den Rücklagen des Fonds entnommen werden, um die laufenden Projekte zu finanzieren. Der Emissionshandel, so glaubten die Finanzbeamten bei der Erstellung des Haushaltsentwurfs noch, werde lediglich 1,21 Milliarden Euro beisteuern können. Durch die überraschend hohen Auktionserlöse aber wird nun wohl mehr als zwei Milliarden - und damit gut eine Milliarde Euro mehr bereit stehen als erwartet - und den Zuschussbedarf aus Steuermitteln entsprechend senke! n.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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