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Barley: Worten des Papstes müssen Taten folgen

Archivmeldung vom 25.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Katarina Barley (2017)
Katarina Barley (2017)

Bild: Screenshot Youtube Video Phoenix Live / Eigenes Werk

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat die Katholische Kirche dazu aufgefordert, bei der Aufarbeitung der Missbrauchsskandale umfassend mit der Justiz zusammenarbeiten: "Missbrauchstaten sind von Strafgerichten zu beurteilen", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Den Worten des Papstes müssen jetzt auch Taten folgen." Mit Blick auf die jahrzehntelange Praxis der Vertuschung von kirchlichen Missbrauchsfällen mahnte die Ministerin: "Unsere Strafprozessordnung kennt keine Geheimarchive." Schweigekartelle dürfe es nicht mehr geben. Zu lange habe die Kirche Erniedrigungen, Misshandlungen und Vergewaltigungen von Kindern verleugnet. "Der Gedanke, dass Kleriker, die schwere Schuld auf sich geladen haben, noch heute mit Kindern zu tun haben könnten, ist unerträglich", so Barley.

Mit Blick auf die mehrtägige Anti-Missbrauchskonferenz im Vatikan sagte Barley: "Das Bemühen um Aufklärung ist überfällig. Es kommt für viele Opfer aber zu spät." Nur wenn sich die Kirche ernsthaft der Debatte über Machtstrukturen und Sexualmoral stelle, könne sie Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurückgewinnen. Die alten Tabus zu brechen, würde es auch Opfern erleichtern, das Erlebte zu schildern. Papst Franziskus hatte am Sonntagvormittag in seiner Abschlussrede ein stärkeres Durchgreifen gegen Missbrauch eingefordert.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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