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Caritas-Präsident warnt vor Lockerung der Gesetze zur Sterbehilfe

Archivmeldung vom 01.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Prälat Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes Bild: DCV
Prälat Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes Bild: DCV

Caritas-Präsident Peter Neher warnt vor einer Lockerung der Sterbehilfe-Gesetze in Deutschland. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Neher: "Mit gelockerten Gesetzen entstünde ein unglaublicher Druck." Dieser würde auf Schwerst- und Todkranken lasten, erläuterte Neher: "Zum einen will ich meinen Angehörigen nicht zur Last fallen, und da gibt's doch diese Möglichkeit..."

Auch die Erwartungshaltung der Verwandten könnte für Betroffene zum Problem werden, fürchtet Neher: "Meine Angehörigen werden es von mir erwarten, dass ich meinem Leben ein Ende setze." Dies sei eine "ungeheuerliche Vorstellung", betonte der Präsident des katholischen Wohlfahrtsverbandes. Neher wies überdies auf mögliche negative Auswirkungen auf die Angehörigen von Schwerst- und Todkranken hin. Auch diese müssten sich gegebenenfalls für die Versorgung eines Verwandten rechtfertigen, erläuterte der Caritas-Präsident.

Neher warnte: "Da fragt dann vielleicht die Nachbarin: Warum macht ihr euch da so viel Mühe?  Zu dieser gesellschaftlichen Auseinandersetzung käme es, sobald der rechtliche Rahmen dafür gegeben sei. Wir haben gute Gesetze. Diesen hohen Anspruch sollten wir nicht aufgeben".

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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