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Chef der Bildungsstätte Anne Frank für Widerstand gegen Rechtsruck

Archivmeldung vom 01.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Gedenkstele an Anne Franks Geburtshaus
Gedenkstele an Anne Franks Geburtshaus

Foto: Dontworry
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main, Meron Mendel, hat dafür geworben, dem politischen Rechtsruck entgegenzuwirken, sieht dabei jedoch trotz jüngster zivilgesellschaftlicher Erfolge Verbesserungsbedarf. "Die Herausforderung besteht genau darin, über die unmittelbar Betroffenen hinauszukommen – etwa bei MeTwo", sagte er der "Berliner Zeitung". "Die Frage lautet: Wie schaffen wir eine solidarische Gesellschaft, in der nicht jede Gruppe nur für ihre eigenen Partikularinteressen kämpft? An diesem Punkt stehen wir gerade."

Auch dem Durchschnittsbürger müsse "klar werden, warum diese Tendenzen der Entsolidarisierung so gefährlich sind und was er dagegen tun kann". Im Übrigen sei es zwar "positiv, dass mehr Menschen mit Migrationshintergrund sich trauen, ihre Stimme zu erheben. Sie finden zunehmend Kraft. Aber es sollte nicht beim Protest von Migranten bleiben." Mendel warnte zugleich vor jeder Gewalt wie beim G20-Gipfel in Hamburg. "Dadurch wird Widerstand de-legitimiert." Auch müsse man "die Menschen hinter den Aussagen sehen – gerade bei dem Teil des konservativen Spektrums, der noch mit Argumenten erreicht werden kann. Es geht nicht darum, Leute als Rassisten bloßzustellen, sondern zu verhindern, dass eine gewaltvolle, ausgrenzende Sprache unwidersprochen bleibt. Es ist wichtig, Grenzen zu setzen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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