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Wirecard-Skandal: De Masi macht BND schwere Vorwürfe

Archivmeldung vom 09.05.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.05.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Fabio De Masi (2017), Archivbild
Fabio De Masi (2017), Archivbild

Foto: Urheber
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Im Wirecard-Skandal hat der ehemalige Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi (Linke) dem Bundesnachrichtendienst (BND) schwere Vorwürfe gemacht. Der BND habe in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem russischen Nachrichtendienst FSB über die Auslieferung des gesuchten Ex-Wirecard-Vorstands Jan Marsalek gestanden, sagte er dem Magazin "Cicero".

Der Auslandsgeheimdienst habe dabei angeblich in näherem Kontakt mit dem FSB gestanden als bisher bekannt war. "Derzeit häufen sich Informationen, wonach die Verhandlungen bereits weiter fortgeschritten waren als bisher öffentlich eingeräumt wurde", so De Masi. "Die russische Seite soll dabei auch schon konkrete Forderungen für die Auslieferung von Marsalek gestellt haben." Dem BND warf der Linken-Politiker vor, Marsalek unbehelligt fliehen gelassen zu haben.

"Die Frage ist daher nicht, ob wir Marsalek jetzt, da er in Russland ist, jemals wieder bekommen, sondern die eigentliche Frage ist: Warum haben ihn deutsche Sicherheitsbehörden herausspazieren lassen, obwohl sie wussten, dass er mit den Russen zusammenarbeitet?" Deutschland habe sich damit zur "Handpuppe Putins" gemacht. Die Behauptung des BND, aus Angst vor einer Falle das Gesprächsangebot mit Marsalek nicht angenommen zu haben, hält De Masi für nicht glaubwürdig. "Diese Ausrede ist Unsinn und eine intellektuelle Beleidigung." Es sei ja gerade die Aufgabe von Geheimdiensten, Marsalek aufzuspüren.

"Die Heimlichtuerei sät doch noch mehr Zweifel", so De Masi, der deswegen der Bundesregierung und Marsalek ein offizielles Angebot macht: "Wenn die russische Seite bereit ist und offiziell bestätigt, dass sie Jan Marsalek hat, dann treffe ich ihn gerne." Er habe auch kein Problem damit, wenn das Gespräch aufgenommen werde - er könne ruhig seine ganze Geschichte erzählen. "Deutschland hat kein Auslieferungsabkommen mit Russland, deswegen wäre es für Marsalek völlig unproblematisch, wenn er seine Erkenntnisse mitteilt." Der Finanzexperte De Masi saß von 2017 bis 2021 für die Linke im Bundestag. In dieser Zeit war er finanzpolitischer Sprecher und Mitglied sowie Obmann seiner Fraktion im Finanzausschuss.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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