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Vernetzte Mobilität: Verkehrsministerium prüft Pflicht zum Daten-Austausch für Verkehrsunternehmen

Archivmeldung vom 11.09.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.09.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Totalüberwachung: In Deutschland läuft der Wettlauf um die beste Überwachung aller Menschen und Aktivitäten (Symbolbild)
Totalüberwachung: In Deutschland läuft der Wettlauf um die beste Überwachung aller Menschen und Aktivitäten (Symbolbild)

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Bahnticket kaufen, Mietwagen buchen, Fahrrad leihen - das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur will es einfacher machen, alle Angebote mit einer übergreifenden App zu steuern.

Dazu müssten Anbieter stärker zur Zusammenarbeit verpflichtet werden: Ziel sei, "dass Wirtschaftsunternehmen die Daten teilen, wenn es einen Nutzen für den Verbraucher hat", sagte Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium am Mittwoch im ARD-Mittagsmagazin. Alles in einer App - das gehe nur, wenn Unternehmen "die Daten, die sie erfassen, den anderen zur Verfügung stellen, und zwar in Echtzeit", so Bilger. In anderen Ländern, beispielsweise in Finnland, sei dieser Datenaustausch zwischen den Anbietern per Gesetz vorgeschrieben. "Wir überlegen, ob wir eine ähnliche gesetzliche Verpflichtung schaffen wie es in Finnland der Fall ist."

Dann müssten beispielsweise Busunternehmen ihre Takte und Verspätungen genauso teilen wie Carsharing-Anbieter ihre Standorte und Preise. Kunden könnten außerdem über die App bezahlen. Bisher gebe es nur regional begrenzte Modellprojekte. "Aber es fehlt noch der Durchbruch", sagte Bilger. Um diesen zu unterstützen, sei es das Ziel, bis 2021 flächendeckend schnelles Internet anzubieten, so dass Mobilitäts-Apps an jedem Standort genutzt werden können.

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

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