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Nach Attacke auf AfD-Chef Lucke: FDP und Grüne beklagen Übergriffe im Wahlkampf

Archivmeldung vom 28.08.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.08.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Lasse Becker Bild: lassebecker.de / Marcus Gloger
Lasse Becker Bild: lassebecker.de / Marcus Gloger

Nach der Attacke auf den Chef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, bei einer Wahlveranstaltung in Bremen, beklagen FDP und Grüne die Übergriffe auf Wahlkämpfer. "Die Ausfälle sind in den vergangenen zwei oder drei Jahren meinem Empfinden nach heftiger geworden", sagte der der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen (JuLi), Lasse Becker, "Handelsblatt-Online". "Vor allem bei Grünen, Linken und SPD scheint es häufig ein Gefühl des `Trifft ja die Richtigen` zu geben. Das finde ich mehr als erschreckend." Er sei die "halbherzigen Distanzierungen von Linken und Grünen zu Übergriffen gegen politische Mitbewerber leid".

Wie Becker schilderte, sind FDP-Mitglieder, vom Wahlkampfhelfer bis zum Minister, auf unterschiedliche Arten angegriffen worden. Vor vier Wochen habe es beispielsweise eine Attacke auf den FDP-Bundestagsabgeordneten Burkhardt Müller-Sönksen in Hamburg gegeben. Ein Unbekannter sei auf die Bühne geklettert und habe Müller-Sönksen zu Boden geworfen, wodurch dieser leicht verletzt wurde. Der Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick hat zwar selbst bisher keine persönlichen Übergriffe erleben müssen. "Beleidigungen gegenüber Kandidaten oder anderen Wahlkämpfern sowie zerstörte Wahlplakate gibt es allerdings leider in jedem Wahlkampf", sagte Schick "Handelsblatt-Online" und fügte hinzu: "Weder persönliche Übergriffe oder Beleidigungen noch Sachbeschädigungen haben in einem demokratischen Wahlkampf etwas verloren."

JuLi-Chef Becker vermisst jedoch von den Grünen eine klare Distanzierung vom Angriff auf die AfD in Bremen. "Ja, die AfD vertritt aus meiner Sicht viele undurchdachte und falsche Positionen, aber ich will sie politisch entzaubern und nicht, in dem ich ihre Meinungsfreiheit einschränke", sagte er. Gerade von Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin, "in dessen Heimat es nur halbgare Distanzierungen der Grünen von Übergriffen gab, muss endlich klar gesagt werden, ob er geschichtsvergessen bereit ist Gewalt – egal ob gegen Sachen wie Plakate oder noch schlimmer gegen Menschen – im Wahlkampf zu dulden oder nicht", fügte der FDP-Politiker hinzu.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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