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Zuwanderung: CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz fordert Migrationsgipfel mit dem Bundeskanzler

Archivmeldung vom 01.02.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.02.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Manuel Hagel
Manuel Hagel

Bild: Uwe Venth

Die 16 Unions-Fraktionschefs der Länder fordern in einem gemeinsamen Beschluss zeitnah einen Migrationsgipfel der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit dem Bundeskanzler. Hintergrund sind sie unverändert hohen Zugangszahlen und die Korrektur des von der Berliner Ampel beschlossenen Rückführungsverbesserungsgesetzes. Die Kernpunkte des Beschlusses umfassen:

  • Reform des Asylrechts
  • Durchführung der Asylverfahren in Drittstaaten
  • Zurückweisungen an den Außengrenzen
  • Ausweisung weiterer sicherer Herkunftsländer
  • Mehr Tempo bei den Rückführungsabkommen 

Dazu der CSU-Fraktionsvorsitzende, Klaus Holetschek:

"Es braucht endlich eine grundlegende Wende in der Migrationspolitik. Wir brauchen eine nachhaltige Begrenzung der Zuwanderung und wollen einen starken Rechtsstaat. Die Mehrheit der Bevölkerung hat das Vertrauen in die Berliner Ampel und den Kanzler verloren. Die groß angekündigte bestellte Führung ist eine Luftnummer. Für uns gilt: Wir müssen Migranten auch an den deutschen Grenzen rechtssicher zurückweisen können. Die Ampel muss endlich wirksame Maßnahmen auf den Weg bringen, statt sich Lösungen zu versperren und die Realität zu verweigern. Dazu gehören beispielsweise auch die lange versprochenen Rückführungsabkommen oder die Erweiterung der Liste der sicheren Herkunftsstaaten. Nur so können wir die illegale Zuwanderung bekämpfen und unseren sozialen Frieden wahren."

Der Vorsitzende der Fraktionsvorsitzendenkonferenz, Manuel Hagel sagt:

"Fakt ist doch: Wir haben weiterhin viel zu hohe Zugangszahlen. Unsere Kommunen sind am absoluten Limit oder bereits weit darüber hinaus. Das ganze Land sehnt sich nach der Lösung des Migrationsproblems. Unsere Gesellschaft ist so aufgebracht wie selten zuvor. Da kann sich Scholz jetzt auch nicht hinter den Demonstrantinnen und Demonstranten verstecken - die Regierung ist dafür in Verantwortung, die Probleme zu lösen, die doch erst dazu führen, dass zu viele Menschen sich vorstellen können, die AfD zu wählen."

Zum Rückführungsverbesserungsgesetz sagt Hagel: "Das bewirkt exakt das Gegenteil von schnellen, verlässlichen Abschiebungen. Mit der unsäglichen Einführung des Asyl-Pflichtverteidigers hat die Ampel doch den nächsten Bock geschossen. Jeder Abschiebefall wird bei uns doch jetzt bereits rechtsstaatlich geprüft. Das reicht der Ampel nicht - sie setzt jetzt noch eine gute Portion Ideologie obendrauf. Damit hintertreibt Olaf Scholz seine eigene vollmundig angekündigte Scholz'sche Abschiebeoffensive! Erst war monatelang nichts zu sehen. Dann verkriecht sich der Kanzler mal wieder und liefert jetzt auch noch exakt das Gegenteil. Als Ablenkungsoffensive bellt er die Opposition im Bundestag an. Man muss sich schon die Frage stellen, in welcher Traumwelt zwischen Dauerstreit und reinem Machterhalt diese Bundesregierung überhaupt lebt."

Den genauen Wortlaut des Beschlusses finden Sie anbei.

Quelle: CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag (ots)

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