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Familienministerium lässt Zukunft der Stelle gegen Kindesmissbrauch offen

Archivmeldung vom 16.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Das Bundesfamilienministerium lässt derzeit offen, wie die Stelle des Unabhängigen Bundesbeauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs dauerhaft gesichert werden soll. Der Beauftragte "leistet sehr wichtige Arbeit bei diesem so wichtigen Thema", sagte eine Sprecherin von Ministerin Franziska Giffey (SPD) der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Zum "laufenden Prozess werden wir uns allerdings zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern". Der Beauftragte Johannes-Wilhelm Rörig fürchtet um den Fortbestand der Stelle, weil diese bis Ende März 2019 befristet ist. Er fordert von Giffey, das Amt in dieser Wahlperiode dauerhaft einzurichten und mit einem eigenen Etat auszustatten. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, die Stelle "zu verstetigen". Unklar ist aber für welche Dauer und mit welchen Mitteln. Rörig begründet die Notwendigkeit des Amtes mit den vielen Missbrauchsfällen. Laut Kriminalstatistik wurden 2017 etwa 7800 Fälle von Kinder- und Jugendpornografie und in 11.500 Fällen sexueller Kindesmissbrauch registriert.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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