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Coronavirus-Impfung bei Kindern: Empfehlungen der STIKO müssen ernst genommen werden

Archivmeldung vom 14.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Piratenpartei (Symbolbild)
Piratenpartei (Symbolbild)

Foto: Hedwig in Washington
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) sieht von einer allgemeinen Impfempfehlung gegen das Coronavirus bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren weiterhin ab [1-3], mit Ausnahme von Jugendlichen mit Vorerkrankungen. Grund hierfür ist gemäß STIKO die unzureichende Studienlage zur Sicherheit der verfügbaren Impfstoffe bei Kindern und Jugendlichen.

Gleichzeitig betont die STIKO die meist milden Verläufe bei Infektion von Kindern und Jugendlichen. Seitens der deutschen Politik wurde hierzu starke Kritik geäußert [4], unter anderem von Gesundheitsminister Jens Spahn, der an der STIKO-Empfehlung vorbei die Entscheidung in die Hand der Kinder und Jugendlichen legen möchte. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat das BioNTech Vakzin Comirnaty für die Impfung ab 12 Jahren zwischenzeitlich autorisiert [5]. Diverse Hausärzte bieten die Impfung bereits für Jugendliche ab 12 Jahren auf Wunsch an [3], und zum Beispiel sieht die Virologin Melanie Brinkmann die Sicherheit des Impfstoffes ab 12 Jahren für ausreichend mit Studien belegt [2].

Die Piratenpartei respektiert die unterschiedlichen Schlussfolgerungen der Wissenschaftsgemeinde zur Datenlage. Die harsche Kritik seitens der Politik an der STIKO indes ist verfehlt. Die STIKO selbst wird aus Wissenschaftlern mit langjähriger Erfahrung im Bereich von Impfungen zusammengesetzt, und es ist im Sinne evidenzbasierter Politik unangemessen, von politisch verantwortlicher Seite Druck auf ihre Entscheidung auszuüben.

Sandra Leurs, Themenbeauftragte für Gesundheit und Pflege der Piratenpartei, gibt zu bedenken: "Die Ständige Impfkomission analysiert wissenschaftliche Berichte der Europäischen Arzneimittelbehörde. Ihre Mitglieder forschen und arbeiten schon lange in den verschiedensten wissenschaftlichen Berufsfeldern und werden ein genaues Auge auf alles haben. Die Piratenpartei Deutschland ist eine Partei, die wissenschaftliche Empfehlungen ernst nimmt und mit Wissenschaftlern zusammenarbeitet, nicht gegen sie. Natürlich nehmen wir auch die Gefahr einer vierten Welle des Coronavirus, ausgelöst durch die Delta-Variante, sehr ernst. Daher sind wir daran interessiert schnell zu identifizieren, welche Datenerhebungen für eine erweiterte Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche benötigt werden. Aber dies muss gemeinsam mit der Ständigen Impfkommission erfolgen, nicht gegen sie, und nicht durch politischen Druck auf die Interpretation der Daten."

Datenbasis:

  • [1] https://ots.de/5sD0aT
  • [2] https://ots.de/jS5HFs
  • [3] https://ots.de/QNDDsS
  • [4] https://ots.de/Tqhex4
  • [5] www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/comirnaty

Quelle: Piratenpartei Deutschland (ots)


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