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SPD lehnt Bewaffnung von Leopard-2-Panzern mit Uranmunition ab

Archivmeldung vom 27.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Leopard 2 Bild: Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG
Leopard 2 Bild: Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG

Für die SPD ist eine Aufrüstung des Kampfpanzers Leopard 2 mit Uranmunition ausgeschlossen. "Diese Munition verursacht enorme Langzeitschäden, was sich unter anderem im Kosovo zeigte, wo nach dem dortigen Krieg ganze Gebiete abgesperrt werden mussten, weil Uranmunition verschossen worden war. Daher sollte Deutschland hier vorbildlich sein und keine Uran-Munition verwenden", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Rainer Arnold, der "Welt".

Der Sozialdemokrat reagierte damit auf einen Beitrag des ehemaligen Chefs des Planungsstabes im Verteidigungsministerium, Hans Rühle, in der "Welt am Sonntag". Demnach reichen die auf Wolfram-Basis hergestellten Pfeilgeschosse des Leopard 2 nicht aus, um die anspruchsvolle Panzerung neuester russischer Gefechtsfahrzeuge der Typen T-80 und T-90 zu durchschlagen. Der geplante Rückkauf von 100 bereits ausgemusterten Leopard 2 durch das Verteidigungsministerium sei angesichts der nicht ausreichenden Schusskraft "militärisch sinnlos", so Rühle.

SPD-Verteidigungsexperte Arnold sieht dennoch keinen Handlungsbedarf. Natürlich müsse die Munition stets auf den neuesten Stand gebracht werden, weil es "ein permanentes Katz-und-Maus-Spiel zwischen der jeweils neuesten Panzerung und der Munitionierung der Kampfpanzer" gebe. Aber die laufende Modernisierung finde "in der Bundeswehr auch statt".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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