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Infratest: CSU fällt vor Bayern-Wahl auf Rekordtief

Archivmeldung vom 04.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bayernflagge: Bayern war das erste Gebiet das durch die Römer besetzt wurde. Bis heute sagen einige...
Bayernflagge: Bayern war das erste Gebiet das durch die Römer besetzt wurde. Bis heute sagen einige...

Bild: Lupo / pixelio.de

Die CSU ist in der aktuellen Sonntagsfrage von Infratest dimap zur Landtagswahl in Bayern auf ein Rekordtief gefallen. Im sogenannten "Bayerntrend", den das Institut im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" erstellt hat, kommt die Partei von Ministerpräsident Markus Söder nur noch auf 33 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als beim letzten "Bayerntrend" im September (Landtagswahl 2013: 47,7 Prozent). Die SPD käme unverändert auf elf Prozent. Die Freien Wähler würden mit elf Prozent einen Rekordwert erreichen. Die Grünen würden mit 18 Prozent (+ ein Prozentpunkt zum letzten "Bayerntrend") zweitstärkste Kraft und erreichten einen Höchstwert in Bayern. Die FDP könnte mit aktuell sechs Prozent (+ein Prozentpunkt) wieder in den Landtag einziehen. Die Linke würde mit 4,5 Prozent (-0,5 Prozentpunkte) knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde landen. Die in Bayern erstmals antretende AfD käme auf zehn Prozent (-ein Prozentpunkt). Die sonstigen Parteien kämen auf 6,5 Prozent.

Eine Alleinregierung der CSU wäre mit diesen Zahlen nicht mehr möglich. Als rechnerisch sichere Zwei-Parteien-Koalition wäre mit diesen Zahlen lediglich Schwarz-Grün möglich. Eine Koalition von CSU und Freien Wählern oder ein Bündnis von CSU und SPD würde dagegen eine mögliche Mehrheit knapp verfehlen. Allerdings könnten die Besonderheiten des bayerischen Wahlrechts dennoch zu einer Landtagsmehrheit dieser Koalitionen führen.

71 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass eine Koalitionsregierung besser für Bayern wäre (+vier Punkte im Vergleich zu September 2013). 23 Prozent halten eine CSU-Alleinregierung für besser (-vier Punkte im Vergleich zu September 2013). Die Zufriedenheit mit der bisherigen Landesregierung ist auf verhältnismäßig niedrigem Niveau. 47 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Landeregierung zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden.

Das ist der niedrigste Wert in dieser Legislaturperiode. 52 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden mit der Arbeit der Landesregierung. Von verschiedenen Themen ist die Schul- und Bildungspolitik für 55 Prozent der Befragten in Bayern sehr wichtig für die Wahlentscheidung bei der Landtagswahl. Wie die Natur in Bayern geschützt wird, schätzen 46 Prozent als sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung ein.

Wie bezahlbarer Wohnraum geschützt wird 45 Prozent. Wie Ungerechtigkeit in der Gesellschaft verringert wird, ist für 41 Prozent der Befragten sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung. Wie die Polizei für Sicherheit sorgt, ist für 40 Prozent sehr wichtig. Wie Zuwanderung geregelt wird, schätzen 39 Prozent als sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung ein, wie sich Horst Seehofer in der Bundesregierung verhält 26 Prozent. Wie die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD zusammenarbeitet, halten 21 Prozent der Befragten für sehr wichtig.

Für die Umfrage wurden am 1. und 2. Oktober genau 1.002 Personen befragt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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