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Rösler will Arztpraxen nicht neu besetzen

Archivmeldung vom 28.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dr. Philipp Rösler Bild: philipp-roesler.de
Dr. Philipp Rösler Bild: philipp-roesler.de

Frei werdende Arztpraxen sollen in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet nicht mehr wiederbesetzt werden. Das forderte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) im Interview mit den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe. Zur ungleichen Verteilung gehöre neben dem Ärztemangel auf dem Land auch die Überversorgung in vielen Städten.

Im Ruhrgebiet gibt es teils deutlich mehr Praxen als der Bedarfsplan der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) vorsieht. So gibt es etwa in Essen doppelt so viele niedergelassene Chirurgen wie vorgesehen, auch Hautärzte liegen mit 166 Prozent weit über dem Bedarf. Deshalb dürfen sich derzeit weder Haus- noch Fachärzte niederlassen, mit einer Ausnahme: Schließt ein Arzt seine Praxis, hat er das Recht, sie weiterzugeben. "Dadurch wird die Überversorgung zementiert", sagte ein Sprecher der KV Westfalen-Lippe. Das will Rösler nun ändern.

Allerdings ist der Praxisverkauf für Ärzte ein wichtiger Teil der Altersversorgung. Fiele dieses Recht weg, "käme das einer Enteignung gleich", betont Bernd Brautmeier, Chef der KV Nordrhein.

Rösler hält deshalb Entschädigungen für denkbar. Das sei aber Sache der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und werde bereits diskutiert. Dort hieß es, die Politik sei gefragt. Die KVen könnten Praxen in überversorgten Gebieten aufkaufen, schließen und in unterversorgten Gebieten neu einrichten. Doch dafür müsse das Gesetz geändert werden.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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