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Neuer Mitgliederrekord bei den Grünen

Archivmeldung vom 03.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen, on Flickr CC BY-SA 2.0

Während viele Parteien mit Mitgliederschwund, Frauenmangel und Überalterung kämpfen, können die Grünen weiteren Zuwachs vermelden. "Wir registrieren eine wahnsinnige Mobilisierung und einen Riesenzustrom", sagte Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner der "Süddeutschen Zeitung".

Mittlerweile habe man "80.000 Mitglieder erreicht. Das ist für uns ein neuer Rekord. So viele waren wir noch nie", so Kellner weiter. Anders als etwa bei der SPD, wo der Altersschnitt der Parteimitglieder inzwischen bei 60 Jahren liege, sinke bei den Grünen das Durchschnittsalter. "Wir sind die jüngste Partei in Deutschland. Und wir werden durch unsere Neumitglieder jünger", sagte der Grünen-Bundesgeschäftsführer. Das Durchschnittsalter grüner Parteimitglieder liegt derzeit bei 49 Jahren, der Frauenanteil bei gut 40 Prozent. 43,2 Prozent grüner Neumitglieder waren Ende 2018 weiblich.

In CDU und SPD beträgt der Altersdurchschnitt der Mitglieder 60 Jahre. Nur 26,4 Prozent der CDU-Mitglieder sind Frauen, bei der SPD sind es 32,6 Prozent. Trotz des erfreulichen Trends in seiner Partei warnte Kellner vor Selbstüberschätzung. "Wir wissen sehr genau, dass wir immer wieder um Zustimmung werben müssen", sagte er. Auch die guten Prognosen für die Europawahl seien für seine Partei kein Grund sich zurückzulehnen. "Meine Sorge ist, dass alle denken: `Och, den Grünen geht`s so gut. Da brauchen wir nicht zur Wahl zu gehen`", so der Grünen-Politiker weiter. Man müsse sich "noch sehr anstrengen, ein starkes Ergebnis zu erkämpfen." Eine Kanzlerdebatte über den Grünen-Chef Robert Habeck lehnten die Grünen ab: "Das wäre genau dieser Größenwahn, den wir vermeiden wollen", sagte Kellner der "Süddeutschen Zeitung".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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