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Altmaier vermittelt im Streit um Ausbau der Stromnetze

Archivmeldung vom 12.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Peter Altmaier (2010)
Peter Altmaier (2010)

Foto: Christian Doppelgatz/KUXMA
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Im Streit um den weiteren Ausbau der Stromnetze vermittelt nun Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU). Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" hat er für diesen Mittwoch Vertreter der Länder Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt ins Kanzleramt eingeladen, zudem die Netzbetreiber 50Hertz und Amprion. Gegenstand des Gespräches sei vor allem die 450 Kilometer lange Südost-Trasse, die von Halle aus durch Thüringen nach Augsburg führen soll, hieß es aus Regierungskreisen. Sie trifft insbesondere in den betroffenen Regionen Bayerns auf Widerstand.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte deshalb zuletzt einen Planungsstopp für neue Trassen gefordert. Auch Thüringens Landesregierung ist nicht begeistert von dem Projekt. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatten die Notwendigkeit der Leitung betont. Sie soll per Gleichstrom-Technik den Strom verlustarm transportieren. Seehofer dagegen erhöhte am Dienstag den Druck. Nach einer Kabinettssitzung in München knüpfte er Bayerns Votum zugunsten bundesweiter Stromleitungen an den Bau neuer Gaskraftwerke. Die Bundesnetzagentur müsse zunächst den Weg für ein Kraftwerk in Grafenrheinfeld bei Würzburg freimachen, wo 2015 der nächste Atommeiler vom Netz geht. "Wir entscheiden das nur im Paket", sagte Seehofer. Bislang weigert sich die Behörde, den Bedarf für einen Neubau festzustellen und verweist auf überschüssige Kapazitäten im Ausland.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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