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Piratenpartei will mehr konkrete Positionen beschließen

Archivmeldung vom 04.04.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.04.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Logo der Piratenpartei Deutschland
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Angesichts sich weiter verbessernder Umfragewerte will die Piratenpartei auf mehr politischen Feldern konkrete Konzepte entwickeln. "Wir müssen jetzt noch stärker als vorher darauf achten, dass wir grundsätzliche Positionen auch zu neuen Themen verabschieden", sagte der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Sebastian Nerz, der "Rheinischen Post". Der bundesweite Langzeittrend konstant über fünf Prozent seit der Wahl in Berlin zeige, dass die Arbeitsweise der Piratenpartei und ihr Verständnis von offener Politik bei den Menschen angenommen werde.

Nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl im Saarland machte die Piratenpartei in der Gunst der Wähler zuletzt einen deutlichen Sprung nach oben. Im "Stern"-RTL-Wahltrend legte sie im Vergleich zur Vorwoche um fünf Punkte auf zwölf Prozent zu. Es ist ihr bester Wert seit ihrer Parteigründung im September 2006.

Anlässlich der Gründung des unionsnahen netzpolitischen Vereins "C-Netz" erklärte der CDU-Politiker Peter Altmaier: "Wir haben die Bedeutung des Internets erkannt und wollen, dass es sich so entwickelt, wie es unserer freiheitlichen Grundordnung entspricht. Damit ist die CDU/CSU sehr gut aufgestellt." Zugleich hätten SPD, LINKE und Grüne "verschlafen" und es nicht geschafft, "das Protestpotential in der Gesellschaft in konstruktive parlamentarische Bahnen zu lenken", was das Phänomen der Piraten erkläre. Dazu Altmaier: "Ich finde es bemerkenswert, wenn junge Leute ohne politische Erfahrung wie die Piraten aus dem Stand heraus in die Parlamente kommen und darum habe ich dafür geworben, dass wir mit diesen Leuten ernsthaft diskutieren."

Jugendforscher: Altparteien können Piraten nicht kopieren

Eine einfache Kopie des Politikstils der Piraten wird den etablierten Parteien keine Stimmen jugendlicher Wähler einbringen. Das sagte Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen. "Die großen Parteien polieren gerade ihre Internetauftritte auf. Aber das reicht nicht", so Hurrelmann. Die Interaktivität sei bei den Piraten nicht auf die Kommunikationswege, sondern die Inhalte bezogen. "Sie haben also den Gedanken der Vernetzung, die dem Internet zugrunde liegt, auf allen Ebenen verinnerlicht", sagte der Jugendforscher. Damit hätten die Piraten einen Nerv getroffen.

Die Wandlugsfähigkeit der Piraten macht die Partei für junge Wähler besonders attraktiv. Das sagte Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen. "Sie sind durchaus in der Lage sich zu ändern, ohne ihre Ideale aufzugeben." Das besondere an den Piraten sei gerade, dass sie keine Revoluzzer sind, keine systemsprengende Partei. "Sie gehen mit dem demokratischen System konform. Das haben sie seit ihrer Gründung bewiesen. Am Anfang ging es ihnen um das Kapern von Informationen um jeden Preis, inzwischen auch um Datenschutz. Doch diese Entwicklung hat sie für junge Wähler nicht unattraktiver gemacht, im Gegenteil", so Hurrelmann.

Quelle: dts Nachrichtenagentur / Neue Westfälische

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