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Niedersachsen will Selbsttests nicht an Sonderrechte knüpfen

Archivmeldung vom 01.03.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Stephan Weil im Bundesrat, 2019
Stephan Weil im Bundesrat, 2019

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vor der geplanten Ausweitung von Corona-Schnelltests dringt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) darauf, dass Selbsttests, die zu Hause durchgeführt werden, künftig nicht an Sonderrechte geknüpft werden.

"Damit Tests perspektivisch auch einen Zugang zu Einrichtungen und Angeboten ermöglichen können, müssen sie von Dritten beaufsichtigt und bestätigt werden", sagte Weil der "Welt am Sonntag".

"Negative Testergebnisse wären zu bescheinigen, zunächst in einer Mail oder auf Papier, später dann hoffentlich in einer App, am besten in der Corona-Warn-App." Auch Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe, plädiert dafür, Selbsttests zunächst unter Aufsicht oder Anleitung durchführen zu lassen, um Fehler im Gebrauch zu verhindern. Dies sei in Schulen oder Betrieben realistisch - aber nicht vor jedem Restaurant oder Geschäft, sagte er der "Welt am Sonntag". Und weiter: "Wer soll dort die korrekte Durchführung kontrollieren? Der Kellner, die Boutiquebesitzerin", fragte Lauterbach. Sinnvoller sei es, die Bürger am Anfang zweimal die Woche unter Aufsicht in einem Testzentrum, in der Apotheke oder im Betrieb testen zu lassen. Die Einrichtungen müssten dann dazu verpflichtet werden, im Falle einer Infektion das Gesundheitsamt zu informieren.

Ein negatives Testergebnis könnte indes vom Bürger als Eintrittskarte für Geschäfte für den Tag der Testung genutzt werden, so der SPD-Gesundheitsexperte. Derweil sieht sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) weiterhin hartnäckigen Nachfragen von Haushaltspolitikern des Bundestags zu den Kosten der Corona-Tests ausgesetzt - auch nachdem er sein Zahlenwerk korrigiert und günstigere Preise veranschlagt hatte. "Die Preise, die uns der Bundesgesundheitsminister für die Testkits und die Durchführung genannt hat, können wir nicht nachvollziehen. Wir müssen uns an marktüblichen Preisen orientieren, Spahns Kalkulation liegt aber deutlich drüber", sagte SPD-Haushaltspolitiker Dennis Rohde der "Welt am Sonntag". Und weiter: "Das Ausrollen von Schnell- und Selbsttests wird wie die Eindämmung der Pandemie insgesamt nicht am Bundestag scheitern. Aber wenn die Kosten weiterhin in die Höhe schnellen, müssen wir uns über einen Nachtragshaushalt Gedanken machen", so Rohde.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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