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Linker SPD-Flügel verlangt rot-grün-roten Präsidentschaftskandidaten

Archivmeldung vom 06.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Matthias Miersch (2014)
Matthias Miersch (2014)

Foto: Martin Rulsch
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Führende Vertreter des linken Flügels der SPD sprechen sich für einen gemeinsamen Bundespräsidenten-Kandidaten mit Grünen und Linken aus. Matthias Miersch, Sprecher der Parlamentarischen Linken (PL) in der SPD-Bundestagsfraktion, sagte der "Welt" mit Blick auf die Meldungen über einen Verzicht von Bundespräsident Joachim Gauck auf eine zweite Amtszeit: "Sollten die Gerüchte stimmen, sollte die SPD auch mit Grünen und Linken sondieren."

Miersch, der den neunzig in der PL zusammengeschlossenen SPD-Abgeordneten vorsteht, wandte sich dezidiert gegen einen gemeinsamen Personalvorschlag mit der CDU/CSU. "Eine Kandidatin oder einen Kandidaten der großen Koalition halte ich nicht für zielführend", sagte er.

Ähnlich positionierte sich Hilde Mattheis, die Vorsitzende des linken Flügels in der SPD. "Sicher gäbe es aus dem rot-rot-grünen Kontext Kandidatinnen und Kandidaten", sagte Mattheis der "Welt". "Sich nicht an den jetzigen Koalitionspartner zu binden wäre gegebenenfalls ein gutes Signal für andere Konstellationen", fügte die Vorsitzende des "Forums Demokratische Linke 21" hinzu.

Für einen Kandidaten in möglichst großem Konsens sprach sich jetzt hingegen der thüringische SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hey aus. "Wir sollten einen Konsens-Kandidaten suchen, der politisch breit verankert ist. Es geht um einen Bundespräsidenten des Volkes", sagte Hey der "Welt". Er fügte hinzu: "Die Zeit, wo sich die Parteien mit eigenen Kandidaten schmücken, ist vorbei."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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