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Schäuble rät Männern zu mehr Hausarbeit

Archivmeldung vom 17.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wolfgang Schäuble (2017)
Wolfgang Schäuble (2017)

Foto: Author
Lizenz: CC BY 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Seit 100 Jahren können Frauen wählen und fühlen sich tatsächlich gleichberechtigt. Der Bundestagspräsident Schäuble hat aber einige Nachteile und Engpässe bei der Gleichberechtigung einer scharfen Kritik unterworfen. Darüber hat er sich während einer Feierstunde im Parlament geäußert, teilte Sputnik mit.

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite des russischen online Magazins: "Nach seinen Worten, erst „wenn Frauen und Männer wirklich frei entscheiden können, wo sie die Prioritäten in ihrem Leben setzen wollen,  ohne auf Beruf oder Familie oder gesellschaftliches Engagement zu verzichten, ist das Ziel erreicht“.

Der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hatte damit die Frage einer gerechteren Verteilung von Funktionen bei der Hausarbeit in der Familie aufgeworfen.

Es sei nach seiner Ansicht eine bekannte Erkenntnis, dass all die Funktionen, die heute überwiegend Frauen unbezahlt erfüllen, anders aufgeteilt werden müssen: „Kindererziehung, Hausarbeit, Pflege“.

Ihm zufolge sollten die Männer an diesen Umstand „gelegentlich mit Nachdruck erinnert werden“.

Schäuble brachte seine Unzufriedenheit mit dem politischen Engagement der Frauen in Deutschland zum Ausdruck. Er erinnerte an den in der letzten Zeit gesunkenen Anteil der Frauen selbst im Bundestag, geschweige denn an die „viel zu geringe Anzahl von Bürgermeisterinnen und Landrätinnen“.

Er begrüßte zwar Angela Merkel auf dem Posten der deutschen Bundeskanzlerin, äußerte dazu aber, dass „eine Schwalbe noch keinen Sommer macht“.

Der Bundestagspräsident mahnte, dass die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ein „unaufgebbarer Grundsatz“ der deutschen Verfassung sei. Und dies müsse von allen akzeptiert werden – auch von denjenigen, denen dieser Anspruch „aus kulturellen oder religiösen Gründen fremd ist“.

Das Wahlrecht für Frauen in Deutschland war am 12. November 1918 verkündet worden. Die ersten Wahlen, bei welchen die Frauen ihre Stimme gehabt hätten und gewählt werden konnten, waren die Wahlen zur Weimarer Nationalversammlung am 19. Januar 1919."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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