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OpenData: Wahldaten nicht vorhanden?

Archivmeldung vom 29.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.05.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Fragezeichen, Anonym, Unbekannt, Schatten, Spion & Silouette (Symbolbild)
Fragezeichen, Anonym, Unbekannt, Schatten, Spion & Silouette (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Etliche Datensätze werden in Ministerien und Landesämtern erhoben. Diese wurden über Steuergelder finanziert, öffentlich verfügbar sind sie dennoch selten. Die Piratenpartei mahnt, mehr Disziplin im Bereich OpenData zu zeigen.

"Wir wollten Wahlkreise direkt aus den Adressen unserer Mitglieder extrahieren um das nicht immer von Hand zuweisen zu müssen. Dafür brauchen wir aber ein Mapping von Postleitzahlen oder gar Straßen auf die jeweiligen Wahlkreise", erläutert Landespressesprecher Alexander Ebhart. "Eigentlich eine einfache Sache, dachten wir, doch solche Datensätze soll es angeblich nicht geben, so das Innenministerium. In Baden-Württemberg benutzt sogar das statistische Landesamt solche Mappings für die eigenen Angebote. Letztlich mussten wir zwei Datensätze zusammenführen. Baden-Württemberg war damit eigentlich noch das einfachste Bundesland. Die gewünschten Daten, oder wenigstens Datensätze aus denen wir das gewünschte Mapping extrahieren konnten, gab es von gerade einmal acht Ländern."

OpenData-Portale gibt es mittlerweile einige. Alleine für Daten aus Baden-Württemberg finden sich mit Govdata (govdata.de), NVBW (nvbw.de), Service-BW (opendata.service-bw.de) und dem Geoportal (geoportal-bw.de) etliche Seiten, auf welche die Informationen verteilt sind. Eine Vereinheitlichung ist bisweilen gescheitert.

"OpenData funktioniert nur, wenn diese Daten auch auffindbar sind. Das Wirrwarr an Portalen, das wir aktuell haben, versteckt diese Daten letztlich nur. Zudem sind die Portale zum Teil recht leer. Es kann doch nicht sein, dass wir mit unseren Steuern diese Datenerhebungen finanzieren und dann noch nicht einmal frei darauf zugreifen dürfen", so Borys Sobieski, Landesvorsitzender. Die Piratenpartei fordert bereits in ihrem Grundsatzprogramm einen freien Zugang zu Inhalten die von öffentlichen Stellen erzeugt wurden. [1]

"Die Piratenpartei steht für Transparenz und Offenheit bei den staatlichen Stellen. Wenn solche Daten frei zur Verfügung stehen, bietet das ganz neue Geschäftsfelder, bietet aber auch Open-Source-Projekten wie etwa OpenStreetMap einen einfachen Zugang zu Inhalten. Mit diesen Daten können dann auch Entscheidungen besser nachvollzogen werden", so Sobieski. "Die Landesregierung muss diese Daten zentral, übersichtlich und maschinenlesbar auf einem Portal zur Verfügung stellen. Das ist das gute Recht der Steuerzahlenden." Die gesammelten Wahldaten sollen nach und nach aufbereitet und auf GitHub in maschinenlesbarem Format veröffentlicht werden. [2]

Fußnoten

[1] https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm

[2] https://github.com/CubicrootXYZ/Wahldaten

Quelle: Piratenpartei Deutschland (ots)

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