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Geplanter Stellenabbau bei VW: Lindner wirft Weil Untätigkeit vor

Archivmeldung vom 14.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
VW
VW

Bild: Eigenes Werk /OTT

FDP-Chef Christian Lindner hat dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) angesichts der geplanten Personaleinsparungen bei Volkswagen Untätigkeit vorgeworfen. "Von Ministerpräsident Weil und Wirtschaftsminister Althusmann erwarte ich, dass sie nicht die Hände in den Schoß legen, sondern um Arbeitsplätze kämpfen", sagte Lindner dem "Handelsblatt".

Die Transformation hin zu klimafreundlicher Mobilität dürfe nicht zu neuen Strukturbrüchen führen. Volkswagen hatte in dieser Woche angekündigt, mehr Geld in den anstehenden Umbau in Richtung Elektromobilität und Digitalisierung zu investieren. Die Marke VW kalkuliert damit, dass zwischen 5.000 und 7.000 Stellen abgebaut werden müssen – überwiegend in Deutschland und in der Verwaltung. Die niedersächsische Landesregierung reagierte auf die VW-Pläne bisher abwartend. "Das Land erwartet die Vorlage und Diskussion substanzieller und abgestimmter Planungen des Vorstands im Aufsichtsrat und wird zuvor von einer Stellungnahme absehen", sagte eine Sprecherin. Weil und dessen Wirtschaftsminister, Bernd Althusmann (CDU), sitzen im Aufsichtsrat von Volkswagen.

Niedersachsen ist der zweitgrößte Volkswagen-Aktionär. Lindner forderte angesichts dieser Entwicklungen bei den Antrieben technologieoffen zu bleiben. "Die Politik darf nicht einseitig nur das E-Auto fördern. Sie muss sich in Brüssel dafür einsetzen, dass synthetische Kraftstoffe auf die Flottengrenzwerte angerechnet werden", so der FDP-Chef. Der Stellenabbau bei VW zeige, Deutschland gerate wirtschaftlich zunehmend in den Schwitzkasten. "Der Wind auf den Weltmärkten wird rauer. Jetzt muss jedem klar werden: Unser Wohlstand ist kein Rohstoff, der einfach nachwächst. Wirtschaftliche Stärke muss immer wieder neu erarbeitet werden", sagte Lindner dem "Handelsblatt". Er forderte dazu auf, die Automobilwirtschaft nicht ständig schlecht zu reden. "Diese Schlüsselindustrie beschäftigt Hunderttausende Arbeitnehmer, sie zahlt Milliarden an Steuern und ist Garant für die Mobilität von Millionen Menschen", so der FDP-Politiker weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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