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Lambrecht: Geimpfte mit negativ getesteten Personen gleichstellen

Freigeschaltet am 07.04.2021 um 06:48 durch Sanjo Babić
Wenn 2 sich streiten, freut sich der Dritte - auch "Teile-und-Herrsche" genannt (Symbolbild)
Wenn 2 sich streiten, freut sich der Dritte - auch "Teile-und-Herrsche" genannt (Symbolbild)

Bild: dsindf / Eigenes Werk

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) fordert, Corona-Beschränkungen für Geimpfte teilweise zurückzunehmen. "Wenn jetzt wissenschaftlich belegt wird, dass von Geimpften keine höhere Gefahr für andere ausgeht als von negativ getesteten Personen, entfällt eine wichtige Begründung für die Einschränkung ihrer Grundrechte", sagte sie der "Bild".

Dies müsse dann selbstverständlich berücksichtigt werden. "Es ist ein logischer Schritt, Geimpfte mit negativ getesteten Personen gleichzustellen." Grundrechte seien durch das Grundgesetz garantiert. Sie dürften nur in Ausnahmefällen, mit guter Begründung und unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit eingeschränkt werden.

"Wir leben in keinem Obrigkeitsstaat, der Grundrechte nach Belieben einschränken oder zurückgeben kann." Aktuell gehe es darum, die dritte Welle der Pandemie zu brechen. Tests würden bei den kommenden Öffnungsschritten eine wichtige Rolle spielen. "Dann sollte auch die Impfung berücksichtigt werden." Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sich dafür ausgesprochen, dass Geimpfte ohne Corona-Test einkaufen oder zum Friseur gehen können. Auch Quarantäne-Regeln sollten für Geimpfte entfallen, hatte er der "Bild am Sonntag" gesagt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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