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Kölner OB-Kandidat Peter Kurth erwartet keinen Widerstand Kardinals Meisners gegen seine Bewerbung

Archivmeldung vom 14.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Kandidat der Kölner CDU für das Amt das Oberbürgermeisters, Peter Kurth, erwartet - trotz des Bekenntnisses zu seiner Homosexualität - keinen Widerstand des Kölner Erzbischofs, Kardinal Joachim Meisner.

"Ich wüsste nicht, warum er ein Problem mit mir haben sollte", sagte der 49-Jährige dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Ich bekenne mich nicht nur zu allen Aspekten meiner Persönlichkeit, sondern auch dazu, praktizierender Katholik zu sein", betonte Kurth. Es gebe in Köln "bekannte Angehörige des katholischen Klerus, die mich unterstützen". Ein Verwandter des früheren Berliner Finanzsenators ist Stadtdechant in Wuppertal, ein anderer Pfarrer in Köln. Es werde konservative CDU-Mitglieder geben, die sagen, "wir wollen keinen schwulen OB", räumte Kurth ein. Andererseits gebe es "ebenso Leute, die wollen, dass sich die CDU bestimmten Modernisierungsprozessen öffnet. Generell glaube ich nicht, dass die Kölner ein Problem damit haben, dass jemand, der sich um ein politisches Amt bewirbt, schwul ist". Er wolle Menschen "über die bisherige Wählerschaft der CDU hinaus" erreichen. Kurth kündigte Gespräche mit dem Kölner FDP-Politiker Ralph Sterck über dessen OB-Kandidatur an. "Es macht wenig Sinn, wenn zwei sich gegenseitig die Stimmen wegnehmen und dann der gewinnt, den beide am wenigsten wollen", sagte Kurth mit Blick auf den rot-grünen Konkurrenten Jürgen Roters (SPD).

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

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