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Zentralrat der Juden kritisiert Anti-Abtreibungs-Kapelle

Archivmeldung vom 23.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
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Bild: Zentralrat der Juden

Der Druck auf den Betreiber einer privaten Kapelle in Bayern, in der Schwangerschaftsabbrüche mit dem Holocaust gleichgesetzt werden, wächst. Mit dem entsetzlichen Vergleich werde "die Singularität des Holocaust negiert und der Massenmord an den europäischen Juden relativiert", sagte Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, der "taz".

Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, kündigte zudem einen interfraktionellen Antrag an, um grundsätzlich gegen Holocaust-Relativierungen vorgehen zu können. "Wir brauchen eine Problembeschreibung, die deutlich macht, dass Holocaust-Verharmlosungen wegen der Geschichte und Verantwortung Deutschlands ein besonderes Thema sind", sagte Möhring der "taz". Die Kapelle war kurz vor Ostern in die Schlagzeilen geraten, als zwei Mitarbeiter der Linkspartei einen offenen Brief auf ihrer Webseite veröffentlicht hatten, um gegen die Behauptungen in der Kapelle vorzugehen. Im Innenraum des Gebetshauses wird der "millionenfache Massenmord an wehrlosen Kindern durch Abtreibung" angeprangert und als "Holocaust" an ungeborenen Kindern bezeichnet.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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