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Streit um Inzest-Empfehlung des Ethikrats geht weiter

Archivmeldung vom 25.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Stephan Mayer (2012)
Stephan Mayer (2012)

Foto: Henning Schacht
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Inzest-Empfehlung des deutschen Ethikrats stößt auf erbitterten Widerstand bei Innen- und Justizpolitikern von CDU/CSU. Der "Bild" sagte Stephan Mayer, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion: "Die Empfehlung ist skandalös - Inzest unter Geschwistern und nahen Verwandten steht nicht ohne Grund unter Strafe." Schlimme Erbkrankheiten und Behinderungen der Kinder aus einer solchen Verbindungen seien die Folge.

"Der Ethikrat muss sich fragen, ob er er seinem Namen und Auftrag mit diesem sittenwidrigen Vorstoß noch gerecht wird", sagte Mayer weiter. Das Votum des Gremiums sei "absolut untragbar".

Auch Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) kritisierte die Inzest-Empfehlung des Ethikrats. "Ich bin im höchsten Maße über diesen Vorschlag irritiert. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat erst vor zwei Jahren das deutsche Inzestverbot bestätigt. Es besteht kein Anlass, hier etwas zu ändern", sagte sie gegenüber "Bild".

Der Ethikrat hatte in einem Positionspapier empfohlen, einvernehmlichen Beischlaf unter erwachsenen Geschwistern künftig nicht mehr unter Strafe zu stellen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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