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Studie: Staatliche Großprojekte im Schnitt 73 Prozent teurer als geplant

Archivmeldung vom 25.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rike / pixelio.de
Bild: Rike / pixelio.de

Staatliche Großprojekte in Deutschland fallen im Durchschnitt um 73 Prozent teurer als geplant aus. Das ergab dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zufolge eine Studie der Hertie School of Governance. Die Wissenschaftler untersuchten insgesamt 170 Fallbeispiele aus den vergangenen 55 Jahren, darunter einige noch nicht abgeschlossene Projekte.

Die deutlichsten Überschreitungen gab es demnach bei IT-Projekten wie der elektronischen Gesundheitskarte oder der Maut-Erfassung. Hier hätten die Kosten durchschnittlich um fast 400 Prozent über dem ursprünglich geplanten Budget gelegen.

Energieprojekte wie Atomkraftwerke und Offshore-Windparks hätten sich im Schnitt um 136 Prozent verteuert, Rüstungsprojekte um 87 Prozent.

Der Schaden für die Steuerzahler ist beträchtlich: Insgesamt kosteten die untersuchten Vorhaben rund 59 Milliarden Euro mehr als geplant, berichtet der "Spiegel".

Um extreme Kostensteigerungen bei Großprojekten künftig zu verhindern, empfiehlt Studienleiterin Genia Kostka die Einrichtung einer Datenbank und einer unabhängigen Kontrollagentur nach britischem Vorbild.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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