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Berliner LINKE-Politikerin Katalin Gennburg hält Hausbesetzungen für legitimes Mittel

Archivmeldung vom 11.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Katalin Gennburg (2017)
Katalin Gennburg (2017)

Von Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58313744

Katalin Gennburg, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, hat grundsätzlich Verständnis für Hausbesetzungen. »Wenn so viel Wohnraum durch Spekulation enteignet und das Recht zu Wohnen angegriffen wird, ist Besetzen ein legitimes Mittel«, sagte die Politikerin der in Berlin erscheinenden Tageszeitung »neues deutschland«.

Sie fordert auch nach englischem Vorbild eine Entkriminalisierung von Hausbesetzungen. Um horrenden Mieten und spekulativem Leerstand entgegen zu treten, hat die Initiative »#besetzen« dazu aufgerufen, im Frühling dieses Jahres leerstehenden Wohnraum zu besetzen. »Als selbstbestimmte Berliner*innen wollen wir die Unvernunft von Leerstand in einer Stadt mit Wohnungsnot, Armut und Verdrängung nicht länger hinnehmen«, sagte ein Sprecher der Initiative gegenüber »nd«. Seinen Namen will er nicht in der Zeitung lesen. »Wir fordern dazu auf, sich mit den Aktiven und den Nachbar*innen zu solidarisieren und die Logik von Miete und Wohneigentum abzulehnen.« Der Berliner Mieterverein schätzt etwa, dass es bis zu 100.000 unbewohnte Wohnungen in Berlin gibt, wovon mehr als die Hälfte seit mindestens sechs Monaten leer steht.

Quelle: neues deutschland (ots)

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