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Expertenanhörung zur Masern-Impfpflicht: CSU-Fraktion setzt auf Aufklärung statt Zwang

Freigeschaltet am 08.10.2019 um 16:13 durch Andre Ott
Bild: CFalk / pixelio.de
Bild: CFalk / pixelio.de

Expertenanhörung heute im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags zum Thema: "Erfolgversprechende Wege zur Erhöhung der Impfraten, insbesondere bei Masern" erklärt Bernhard Seidenath, der gesundheitspolitische Sprecher der CSU-Fraktion und Ausschussvorsitzende: "Wir halten eine Impfpflicht nicht für die beste Lösung, weil wir durch Aufklärung und individualisierte Impfberatung mehr erreichen können."

Seidenath weiter: "Wir sind bereits jetzt nah dran. Bei der ersten Masernimpfung haben wir mit einer Impfquote von circa 96 Prozent bereits Herdenschutz erreicht. Bei der zweiten Impfung fehlen nur drei Prozent zu den notwendigen 95 Prozent. Mit Aufklärungskampagnen und persönlicher Ansprache etwa durch Ärzte und Hebammen oder auch Apotheker wollen wir diese noch herauskitzeln. Freiwilligkeit ist besser als Zwang. Eine Impfpflicht würde die zweifelnden Menschen nur weiter abschrecken.

Hinzukommt, dass derzeit keine alleinige Impfung gegen Masern möglich ist. Nur in Verbindung mit der Impfung gegen weitere Krankheiten. Dagegen haben wir verfassungsrechtliche Bedenken. Klar ist: Die Industrie muss es schaffen, zeitnah einen Mono-Impfstoff auf den Markt zu bringen. Wichtig ist auch beim Thema Impfen: Es muss uns endlich gelingen, die Chancen der Digitalisierung besser zu nutzen. In diesem Punkt geht der Gesetzentwurf der Bundesregierung den richtigen Weg. Als Ausschussvorsitzender für Gesundheit danke ich den Experten für den umfangreichen Input, der uns auch politische Initiativen aufgezeigt hat. Unabhängig von der Frage Impfpflicht: Impfen ist die beste Präventionsmaßnahme. Deshalb muss es uns gelingen, die Menschen davon besser zu überzeugen. Wir werden entsprechende Initiativen auf den Weg bringen."

Quelle: CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag (ots)


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