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Teilhabebericht verdeutlicht erheblichen Handlungsbedarf

Archivmeldung vom 24.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: SoVD Sozialverband Deutschland
Bild: SoVD Sozialverband Deutschland

Der Teilhabebericht der Bundesregierung zeigt nach Einschätzung des Sozialverband SoVD erheblichen Handlungsbedarf auf. "Der Bericht verdeutlicht die Lebenslagen behinderter Menschen. Und das ist zunächst sehr zu begrüßen. Die Ergebnisse dieses Lageberichts sind jedoch beunruhigend. Denn die Teilhabechancen für behinderte Menschen haben sich zwischen 2005 und 2013 in vielen Bereichen nicht spürbar verbessert", sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich der Beratung des Teilhabeberichts im Deutschen Bundestag.

Aus dem Teilhabebericht geht hervor, dass die Erwerbsbeteiligung von beeinträchtigten Menschen mit 49 Prozent weiterhin erheblich unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Zugleich verharrt das Armutsrisiko beeinträchtigter Menschen mit 20 Prozent deutlich über Durchschnitt und wächst seit Jahren.

"Problematisch bleibt auch der Schulbereich. Zwar besuchen immer mehr behinderte Kinder Regelschulen, doch läuft dieser Inklusionsprozess an den Förderschulen weitgehend vorbei. Dort bleiben die Schülerzahlen fast konstant. Und 71 Prozent der Schüler verlassen die Förderschule weiterhin ohne Abschluss", betont Adolf Bauer.

Quelle: SoVD Sozialverband Deutschland (ots)

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