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Röttgen wirft Steinmeier innerparteiliche Profilierungsversuche vor

Archivmeldung vom 20.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Norbert Röttgen (2012)
Norbert Röttgen (2012)

Foto: Wolfgang Henry
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vorgeworfen, sich mit seinen Äußerungen zum Verhältnis zwischen der NATO und Russland innerparteilich profilieren zu wollen. "Auch Frank-Walter Steinmeier weiß, dass das, was er sagt, keinen Bezug zur Wirklichkeit hat", sagte Röttgen dem "Deutschlandfunk". "Ich glaube, in Wahrheit wird ein Pappkamerad aufgebaut."

Für derartige Profilierungsversuche sei die außenpolitische Lage jedoch zu ernst, so der CDU-Politiker. Deutschland sei in der NATO "ein verlässlicher klarer Partner". "Es sind jetzt nur diese, für Verwirrung vielleicht sorgenden Stimmen, und das sollte schlicht unterbleiben", betonte Röttgen.

Steinmeier hatte in der "Bild am Sonntag" die Nato-Manöver in Osteuropa kritisiert und stattdessen mehr Dialog und Kooperation mit Russland gefordert: "Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen", so der Außenminister. "Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt. Wir sind gut beraten, keine Vorwände für eine neue, alte Konfrontation frei Haus zu liefern."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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