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Wahltrend: Union behauptet ihre 38 Prozent, AfD legt nicht weiter zu

Archivmeldung vom 10.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de

Für die Union aus CDU und CSU geht es nicht weiter abwärts, für die AfD nicht weiter hoch. Im stern-RTL-Wahltrend verändern sich im Vergleich zur Vorwoche die Werte für die einzelnen Parteien nicht: CDU/CSU liegen nach wie vor bei 36 Prozent, die SPD stagniert bei 24 Prozent, Grüne und die AfD bleiben bei jeweils 10 Prozent, die Linke verharrt bei 9, die FDP bei 5 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 6 Prozent. Lediglich der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen steigt um einen Punkt auf 35 Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz macht Angela Merkel wieder einen Punkt gut und liegt mit 44 Prozent aktuell 28 Prozentpunkte vor Sigmar Gabriel. Den SPD-Chef wünschen sich nur 16 Prozent aller Befragten als Kanzler, immerhin ein Punkt mehr als in der Vorwoche.

In einer weiteren Umfrage ermittelte das Forsa-Institut im Auftrag des stern das Wählerpotenzial der AfD. Demnach könnten sich etwa 10 Prozent aller 62 Millionen Wahlberechtigten vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl 2017 der AfD ihre Stimmen zu geben - rund 4 Prozent mehr als schon jetzt die AfD wählen würden. Dass über ein Drittel der Wahlberechtigten momentan nicht zur Urne gehen würde, schlägt für die AfD zu Buche, weil sie angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingskrise mehr Anhänger mobilisieren kann als andere Parteien und dadurch bei der Sonntagsfrage auf 10 Prozent kommt.

Wenn die AfD in den nächsten Bundestag käme, wäre das nach Ansicht von 78 Prozent aller Wahlberechtigten - darunter immerhin 87 Prozent der Nichtwähler - nicht gut für Deutschland. Gut fänden das nur insgesamt 14 Prozent - darunter 81 Prozent der AfD-Anhänger und 22 Prozent der befragten Ostdeutschen.

Eine Mehrheit von 58 Prozent aller Wahlberechtigten ist der Auffassung, dass AfD-Wähler das demokratische System in Deutschland ablehnen - darunter mit 71 Prozent überdurchschnittlich häufig Befragte, die momentan nicht wählen gehen würden. Dass sie das gegenwärtige politische System ablehnen, räumen sogar 31 Prozent der AfD-Anhänger ein. Nur ein Viertel (24 Prozent) der Wahlberechtigten glaubt, dass die Anhänger der AfD unser System befürworten.

Ganze 9 Prozent der Befragten glauben, dass die AfD - wie sie vorgibt - die Meinung der ganzen Bevölkerung vertritt. Die große Mehrheit von 80 Prozent ist der Meinung, dass die AfD nur für eine Minderheit der Bundesbürger spricht - was auch ein Viertel (26 Prozent) der eigenen Anhänger so sieht.

Datenbasis Wahltrend: Das Forsa-Institut befragte vom 1. bis 5. Februar 2016 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2500 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Datenbasis AfD-Umfrage: Das Forsa-Institut befragte am 4. und 5. Februar 2016 im Auftrag des Magazins stern 1006 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. An 100 Prozent fehlende Angaben: weiß nicht. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Quelle: Gruner+Jahr, STERN (ots)

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