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Die meisten Kita-Plätze fehlen in Stuttgart und Düsseldorf

Archivmeldung vom 01.08.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.08.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Helene Souza / pixelio.de
Bild: Helene Souza / pixelio.de

Zum Start des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz fehlen die meisten Plätze in Stuttgart. Nach einer Umfrage der "Bild-Zeitung" können in der baden-württembergischen Landeshauptstadt 4.500 Kinder nicht untergebracht werden, auf Platz zwei ist Düsseldorf mit 2.000 fehlenden Plätzen.

In Berlin, Hamburg und München können hingegen laut des Zeitungsberichtes angeblich alle Kinder betreut werden. In vielen Städten wie Köln oder Leipzig konnten die Stadtverwaltungen gar keine Auskunft darüber geben, wieviele Plätze fehlen.

Künast kritisiert geschönte Krippen-Bilanz

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Renate Künast, hat das Vorgehen der Bundesregierung beim Krippenausbau kritisiert: "Die Bilanz ist schöngerechnet. Und dass die Zahl statistisch am Ende gerade so reicht, ist sicher nicht das Verdienst von Frau Schröder", sagte Künast der "Frankfurter Rundschau". "In vielen Regionen gibt es außerdem noch erhebliche Lücken. In Bayern zu Beispiel. Dort liegt die Quote in Wahrheit unter 30 Prozent. Und in Frankfurt haben nur zwei von drei Interessierten einen Platz. Vor allem aber gibt es ein Defizit in der Qualität", sagte sie der "Frankfurter Rundschau" im Interview. Dagegen wollten die Grünen im Fall eines Wahlsiegs dafür Sorge tragen, "dass der Bund im gesamten Bildungsbereich mehr Kosten übernimmt", erklärte Künast. Das Steuersystem müsse zudem so reformiert werden, dass die Kommunen finanziell deutlich besser gestellt werden. "Mit unserem Steuerpaket wollen wir auch Geld dafür freimachen, den Ausbau von Kitas und Ganztagsschulen zu finanzieren", sagte die Grünen-Politikerin. Zudem müsse das Durcheinander der familienpolitischen Leistungen gelichtet und neu organisiert werden, sagte Künast. "Die Kinder müssen dabei im Mittelpunkt stehen, egal in welchen Konstellationen sie aufwachsen. Das Ehegattensplitting fördert den Trauschein, nicht die Kinder. Wir werden den Splittingvorteil für die höheren Einkommen deckeln."

Kita-Rechtsanspruch: Städtetag warnt vor Schuldzuweisungen

Vor dem Beginn des Rechtsanspruchs auf Betreuungsplätze für unter Dreijährige hat der Deutsche Städtetag die Politik davor gewarnt, sich gegenseitig die Schuld für fehlende Kita-Plätze in die Schuhe zu schieben. "Niemand sollte jetzt Schwarzer Peter spielen und für fehlende Betreuungsplätze Schuldzuweisungen vornehmen", sagte der Präsident der obersten Interessenvertretung deutscher Großstädte, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly, der "Welt". Der Streit um diese Frage verdrieße Eltern, die nach einem Betreuungsplatz suchen, nur noch mehr. Gleichzeitig nannte Maly das von Bund und Ländern beschlossene Datum für das in Kraft treten des Rechtsanspruchs "ehrgeizig". "Der Deutsche Städtetag hat schon früh gemahnt, dass das nicht überall zu schaffen sein werde." Das Bundesfamilienministerium hatte vor rund zwei Wochen Zahlen auf Basis von Länderdaten präsentiert, laut denen bundesweit mehr als 800.000 Kita-Plätze im kommenden Jahr zur Verfügung stehen sollen. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hatte jedoch darauf hingewiesen, dass es dennoch regional Versorgungslücken geben könne. Vor diesem Hintergrund dürften Bund und Länder das Thema für sich nicht als abgehakt betrachten, sagte Maly. "Auch Bund und Länder müssen weiter Unterstützung leisten und sich langfristig finanziell engagieren, entsprechend der weitersteigenden Nachfrage. Und bei den Erzieherinnen und Erzieher sind besonders die für die Ausbildung zuständigen Länder gefordert."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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