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SPD-Vorsitzende Nahles: Haltung zeigen im Fall Özil

Archivmeldung vom 23.07.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.07.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Andrea Nahles (2017)
Andrea Nahles (2017)

Von Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58741167

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat angesichts der Diskussion um den Fußballstar Mesut Özil dazu aufgefordert, die Anti- Rassismus-Kampagne auf tausenden Sportplätzen in Deutschland mit Leben zu füllen. "Wir müssen Haltung zeigen und für Respekt und Toleranz kämpfen", sagte Nahles der " Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Özil-Debatte dürfe nicht zu gegenseitigen pauschalen Schuldzuweisungen und Hetze führen.

"Özil hat mit seinem Auftritt mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan einen Fehler gemacht", sagte Nahles. Aber der Grundsatz "Wir gewinnen gemeinsam, wir verlieren gemeinsam" gelte für ihn offenbar nicht. Das Wort "Rassismus" sei möglicherweise im Fall Özil zu stark, meinte die SPD-Bundesvorsitzende. "Aber das Gefühl, ausgegrenzt zu sein, insbesondere wenn es einmal schlecht läuft und schnell nach Sündenböcken gesucht wird, droht auf viele Migranten auf und neben dem Fußballplatz überzugehen", warnte Nahles. "Da müssen wir gegenhalten - für ein offenes, tolerantes Land, in dem Rassismus geächtet wird", sagte sie.

Auch der Deutsche Fußballbund (DFB ) und sein Präsident Reinhard Grindel stünden hier in einer besonderen Verantwortung, betonte Nahles. Bisher habe der DFB "leider den falschen Ton angeschlagen und die Diskussion unnötig verschärft", kritisierte die Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Sport und Fußball böten aber eine riesige Chance für gelungene Integration. "Die Chance müssen wir nutzen", sagte Nahles.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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