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Bundesregierung fehlen CO2-Zertifikate für Hubschrauberflüge

Archivmeldung vom 24.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Die Bundesregierung
Die Bundesregierung

Von Bundesregierung.Der ursprünglich hochladende Benutzer war LSDSL in der Wikipedia auf Deutsch.Later version(s) were uploaded by Schuhpuppe in der Wikipedia auf Deutsch. - http://styleguide.bundesregierung.de/Übertragen aus de.wikipedia nach Commons.(Originaltext: extrahiert aus: [1]), Gemeinfrei, Link

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Minister der Bundesregierung haben 2018 insgesamt 82 Dienstreisen mit Hubschraubern der Bundespolizei oder der Bundeswehr zurückgelegt. In 27 Fällen seien die klimaschädlichen Auswirkungen dieser Flüge nicht kompensiert worden, heißt es in einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, über welche die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Sonntagsausgaben) berichten.

Nach Angaben von Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber (CDU) wurden lediglich "55 Nutzungen im Rahmen der `Maßnahmen zur Klimaneutralisierung der Bundesregierung` kompensiert". Die Bundesregierung hat sich dazu verpflichtet, die klimaschädlichen Auswirkungen von Dienstreisen vollständig zum Beispiel durch den Kauf von CO2-Zertifikaten auszugleichen. "Die Bundesregierung gleicht für ihre Dienstreisen alle Treibhausgasemissionen vollständig aus", hatte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Dezember 2018 erklärt.

Die Hubschrauber von Bundespolizei und Bundeswehr werden vor allem von Kanzleramt und Verteidigungsministerium genutzt. Erst vor wenigen Tagen flog Merkel mit dem Hubschrauber zum Luftfahrtgipfel nach Leipzig.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) löste kurz nach Amtseinführung Kritik aus, als sie mit einem Hubschrauber von Berlin zum wenige Kilometer entfernt liegenden Einsatzführungskommando der Bundeswehr bei Potsdam reiste.

"Offensichtlich gibt es ja eine Liste aller Hubschrauberflüge im Verteidigungsministerium. Wieso dann nur ein Teil davon ausgeglichen wurde, bleibt Betriebsgeheimnis des Verteidigungsministeriums", sagte der Grünen-Verteidigungsexperte Tobias Lindner den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Vor diesem Hintergrund sei die Zusicherung, dass die Flüge der Bundesregierung ausgeglichen würden, ein "halbgares Versprechen", so der Grünen-Politiker weiter. Nach Berechnungen von Greenpeace stößt ein Hubschrauber pro Flugstunde bis zu 1.000 Kilogramm CO2 aus.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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