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NRW: Lehrer wollen nicht an Grundschulen

Archivmeldung vom 06.12.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.12.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Typische 1. Klasse einer Grundschule in Deutschland - kaum bis keine Deutschen mehr
Typische 1. Klasse einer Grundschule in Deutschland - kaum bis keine Deutschen mehr

Bild: Screenshot Twitter Account PinkFluffyUnicorn

Das NRW- Schulministerium hat weiterhin massive Probleme, offene Stellen an den Grundschulen zu besetzen. Zwar ist die Besetzungsquote laut Ministerium seit den Sommerferien gestiegen, doch beinahe jede zweite ausgeschriebene Lehrerstelle ist immer noch frei. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte im Herbst rund 2400 Lehrkräfte angeschrieben, ob sie sich vorstellen könnten, für zwei Jahre an einer Grundschule zu unterrichten.Nach Informationen der Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung haben bislang gerade mal 24 von 2400 angeschriebenen Lehrern das Angebot angenommen.

Ministeriumssprecher Daniel Kölle nannte gestern auf Nachfrage keine Zahlen und verwies darauf, dass das Verfahren aktuell noch laufe. "Das Programm ist bislang kein Erfolgsmodell", sagte hingegen Stefan Behlau, der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft VBE. Berthold Paschert von der Gewerkschaft GEW betonte: "Das Angebot ist offenbar nicht attraktiv." Statt an die Grundschule zu gehen, würden ausgebildete Gymnasiallehrer lieber Vertretungsstellen mit einer besseren Bezahlung annehmen - oder auf die nächste Einstellungsphase warten.

Quelle: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (ots)