Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Kontrolle von Organtransplantationen: Länder fordern mehr Kompetenzen

Kontrolle von Organtransplantationen: Länder fordern mehr Kompetenzen

Archivmeldung vom 27.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Andreas Storm
Andreas Storm

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vor dem Spitzentreffen zum Organspendeskandal im Bundesgesundheitsministerium am Montag haben Bundesländer und Krankenkassen mehr Kontrollen und Transparenz bei Organtransplantationen gefordert. Der saarländische Gesundheitsminister und Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Andreas Storm (CDU), sagte der Tageszeitung "Die Welt", die Transplantationszentren sollten stärker kontrolliert werden.

Er forderte dabei mehr Kompetenzen für die Länder. Storm sagte: "Man muss jetzt ernsthaft prüfen, ob wir nicht das Gesetz dahingehend ändern müssen, dass die Länder eine Kontrollfunktion erhalten." Denkbar sei auch eine externe Überprüfung der Transplantationszentren durch die Prüfungskommission mit Unterstützung des jeweiligen Landes. Außerdem müsse man überlegen, die Vergütung der Ärzte von der Zahl der Transplantationen zu trennen.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzender des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen, Johann-Magnus von Stackelberg, forderte in der "Welt" mehr Transparenz bei der Erarbeitung der Richtlinien für Organtransplantationen. Diese sollten nicht mehr allein von der Bundesärztekammer erstellt werden. Besser sei es, die Richtlinien vom höchsten Gremium der Selbstverwaltung von Ärzten, Kassen und Krankenhäusern, dem Gemeinsamen Bundesausschuss, in öffentlicher Sitzung erarbeiten zu lassen: "Die Beratung und Beschlussfassung im Gemeinsamen Bundesausschuss würde die Transparenz schaffen, die es heute nicht gibt", sagte von Stackelberg.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Anzeige: