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Haucap schlägt Kurswechsel bei Ökostrom-Finanzierung vor

Archivmeldung vom 20.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Der ehemalige Chef der Monopolkommission, Justus Haucap, hat einen Kurswechsel in der Ökostrom-Finanzierung vorgeschlagen. Der Düsseldorfer Wettbewerbsexperte schrieb in einem Beitrag für das Nachrichtenmagazin "Focus", die Monopolkommission und der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung plädierten für ein so genanntes Quotenmodell. Künftig sollte der Staat den Energieversorgern nur eine bestimmte Quote an erneuerbarer Energie vorschreiben. Wo sie diesen Anteil einkauften, bleibe ihnen überlassen.

"Erneuerbare Energie würde dann in der günstigsten Form und an den günstigsten Standorten erzeugt", so Haucap. Zwar könnte auch das Quotenmodell die bisher aufgelaufenen Kosten für den Ökostrom nicht rückgängig machen. "Aber ein Quotensystem würde die Kosten für die Verbraucher wenigstens mildern."

Ein Kurswechsel ist laut Haucap unvermeidlich, um die Kosten der Energiewende nicht ausufern zu lassen. "Im Grunde wissen alle, von den Grünen bis zur CSU, dass die Energiewende mit den heutigen Konzepten nicht funktionieren wird." Das von der Bundesregierung ausgegebenen Ziel von 80 Prozent erneuerbaren Energien bis 2050 hält der Wissenschaftler für realitätsfern: "Warum sollte sich eine Regierung im Jahr 2050 an die Beschlüsse von Frau Merkel halten?"

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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