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Rösler hat "auch Freude" am Amt des FDP-Chefs

Archivmeldung vom 18.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dr. Philipp Rösler Bild: Fdp nds / de.wikipedia.org
Dr. Philipp Rösler Bild: Fdp nds / de.wikipedia.org

Trotz der Umfragebewertung als unbeliebtester deutscher Spitzenpolitiker und unbeschadet kritischer Bewertungen aus den eigenen Reihen macht Philipp Rösler seine Arbeit als FDP-Vorsitzender "auch Freude". In einem Video-Interview für die in der Mediengruppe Madsack erscheinenden "Leipziger Volkszeitung" sagte Rösler jetzt: "Ich habe mich klar entschieden, Parteivorsitzender zu werden. Das bin ich und dieser Verantwortung werde ich gerecht. Es macht auch Freude."

Auf die Frage, ob Rainer Brüderle angesichts der existenziellen Probleme der FDP nicht der bessere Mann an der Spitze wäre, sagte Rösler: "Herr Brüderle ist Fraktionsvorsitzender. Das kann er hervorragend." Brüderle und er arbeiteten "hervorragend im Team zusammen", sagte Rösler. "Da lassen wir nichts dazwischenkommen." Im übrigen habe man in seiner Zeit als Vorsitzender bei vielen Entscheidungen "gesehen, wie die FDP sich durchsetzt, nicht nur bei dem Thema Eurobonds. Ich sage nur Schlecker", fügte Rösler hinzu. Auch bei Personalentscheidungen in dieser Regierungskoalition könne man das feststellen. "Da kann man sehen, dass wir nicht nur dinge fordern, sondern auch erfolgreich umsetzen", zeigte sich der FDP-Chef zufrieden. Den in konservativen Teilen der CDU erhobenen Vorwurf, Angela Merkel habe im Verlauf der schwarz-gelben Regierungsarbeit die FDP im Stich gelassen, kann Rösler nicht nachvollziehen.  "Ich habe den Eindruck nicht. Wir haben eine gute Koalition." Aber natürlich gebe es in manchen Feldern einfach unterschiedliche Positionen. Das müsse man aushalten. Entscheidend sei doch, was man gemeinsam erreiche. "Die Menschen in Deutschland haben verdient, dass sie eine stabile Regierung haben", meinte Rösler.

"Sozialdemokraten können einfach nicht mit Geld umgehen"

Auch weil die SPD nicht mit Geld umgehen könne und bei der Euro-Schuldenkrise Grundprinzipien aufgegeben habe, kann es, nach Ansicht von FDP-Chef Philipp Rösler, keinerlei Koalitionsgespräche mit der SPD nach der nächsten Bundestagswahl geben. In einem Video-Interview mit der bei der Mediengruppe Madsack erscheinenden "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend) meinte der Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister: "Meine Oma hat immer gesagt, die Sozialdemokraten können einfach nicht mit Geld umgehen. Und jetzt haben sie ihr wahres Gesicht gezeigt." Die Sozialdemokraten wollten eine Schuldenunion, sie wollten die Vergemeinschaftung von Haftung. "Sie wollen, dass der deutsche Steuerzahler für schon gemachte Schulden in Spanien, Italien oder Griechenland mit aufkommt. Wir sagen, jeder muss für seine eigenen Schulden aufkommen durch eigenes Wachstum vor Ort", stellte Rösler klar. Es sei "schade, dass die SPD das Grundprinzip, Handeln und Haftung zusammenzuhalten, öffentlich aufgegeben hat durch einen gemeinsamen Beschluss der Herrn Gabriel und Steinmeier", bedauerte der FDP-Chef. Auf die Frage, ob es mit dieser Euro-SPD Koalitionsverhandlungen geben könne, sagte der FDP-Vorsitzende: "Wir haben in dieser Frage überhaupt keinerlei Übereinstimmung mit der SPD. Sie will die Schuldenunion, wir wollen die Stabilitätsunion. Das zeigt, dass wir im wesentlichen Feld keine Gemeinsamkeit haben."

Quelle: Leipziger Volkszeitung (ots)

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