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DGB-Vize Buntenbach: Trotz Mindestlohns weiterhin "ausbeuterische Arbeitsverhältnisse" in Deutschland

Archivmeldung vom 27.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Annelie Buntenbach Bild: Deutscher Gewerkschaftsbund
Annelie Buntenbach Bild: Deutscher Gewerkschaftsbund

Der DGB wird den Kampf gegen den Missbrauch bei Werkverträgen aktiv unterstützen, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Annelie Buntenbach im Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen.

Auch wenn der Mindestlohn ein historischer Fortschritt sei, existierten in Deutschland weiterhin "ausbeuterische Arbeitsverhältnisse", so Buntenbach: "Bei den Werkverträgen brauchen wir klare Kriterien, was erlaubt ist und was Schein-Werkverträge sind. Wenn ganz normale Arbeitsabläufe plötzlich aufgebrochen und zersplittert werden, um Teile davon nach außen zu geben, wird der Ausbeutung Tür und Tor geöffnet. Dann werden die Aufträge an Subunternehmer weiter gegeben, die stellen dann oft Mittel- und Osteuropäer ein, die nicht der Sprache mächtig sind und ihre Rechte nicht kennen. Viele werden zu Soloselbständigen erklärt und haben dann keinerlei soziale Absicherung. Das sind Strukturen, die wir aus der Fleischbranche, vom Bau, aber auch aus privaten Krankenhäusern kennen und die wir dringend abstellen müssen", sagte Buntenbach. Die Gewerkschafterin sieht als weiteren Schwerpunkt, "dass der Mindestlohn überall in der Arbeitswirklichkeit ankommt". Dazu sei es notwendig, dass die versprochenen 1.600 neuen Stellen bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll schnell geschaffen würden: "Bundesfinanzminister  Schäuble will das Geld für dieses Personal nicht gleich zur Verfügung stellen, sondern über mehrere Jahre strecken. Doch wir brauchen das Personal sofort, sonst bleibt in der Kontrolle eine Lücke, die wir uns nicht leisten dürfen".

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) (ots)

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