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Fall Amri - Bund Deutscher Kriminalbeamter schließt nicht aus, dass das NRW-Innenministerium Ermittler behindert hat

Archivmeldung vom 27.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Juergen Jotzo / pixelio.de
Bild: Juergen Jotzo / pixelio.de

André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), schließt nicht aus, dass die Ermittler der Kriminalpolizei im Fall Amri vom NRW-Innenministerium behindert wurden. Schulz sagte der "Heilbronner Stimme" (Dienstagausgabe): "Sollte es sich herausstellen, dass die Ermittler der Kriminalpolizei bei ihrer Arbeit von Seiten des Innenministeriums behindert wurden und der Anschlag in Berlin hätte verhindert werden können, würde die Luft sehr dünn für Innenminister Ralf Jäger." Schulz fügte hinzu: "Er müsste dann sein Amt zur Verfügung stellen und die politische Verantwortung übernehmen, das wäre er schon den Opfern und ihren Angehörigen schuldig."

Eine frühe interne Warnung des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts zur hohen Gefährlichkeit des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri hatte am Wochenende neue Fragen aufgeworfen. Demnach alarmierte das LKA laut "Bild am Sonntag" das NRW-Innenministerium schon im März 2016, dass Amri einen Terroranschlag planen könnte.

Quelle: Heilbronner Stimme (ots)

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