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Bundeswehr diskutiert über weibliche Dienstgrade

Archivmeldung vom 09.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Soldatinnen bei der Bundeswehr (Symbolbild)
Soldatinnen bei der Bundeswehr (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

In der Bundeswehr wird hinter den Kulissen über die Einführung weiblicher Dienstgrade diskutiert, neben dem "Hauptmann" zum Beispiel könnte es dann auch eine "Hauptfrau" geben. "Im Moment findet lediglich ein ergebnisoffener Meinungsaustausch zum Thema Dienstgradbezeichnung statt", sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der "Welt".

"Diesen gilt es abzuwarten", so die Sprecherin weiter. Es ist offenbar nicht so, dass die Frauen in der Bundeswehr dringenden Bedarf für eine Änderung der Rechtslage sehen. "In der Truppe stoßen diese neueren Überlegungen zur Einführung weiblicher Dienstgrade zum jetzigen Zeitpunkt auf wenig Anklang", schreibt zum Beispiel Stabsfeldwebel Christiane Ernst-Zettl in einem internen Newsletter des Hauptpersonalrats der Bundeswehr. Es werde immer wieder gefragt, ob es in der Bundeswehr "keine dringenderen Probleme" gebe.

Ernst-Zettl verweist auf praktische Probleme. Solle beispielsweise ein höherer Dienstgrad sagen: "Die beste Soldatin in meiner Einheit ist meine Hauptfrau?" Zudem werde Anstoß genommen an möglichen Verweiblichungen wie "Hauptmännin". Derzeit ist es Praxis bei der Bundeswehr, bei Soldatinnen die Bezeichnung "Frau" vor den Dienstgrad zu stellen, also beispielsweise Frau Feldwebel oder Frau Bootsmann. In den Akten tauchen die Frauen, wenn überhaupt hervorgehoben, nur mit einem kleinen "W" als Hinweis auf, also etwa "Hauptmann (w)". Es ist auch üblich, dass eine Medizinerin im Alltag als "Oberfeldärztin" angesprochen wird - formal bleibt die Frau aber ein "Oberfeldarzt".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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