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Wirtschaftsweiser hält Lastenausgleich wegen Corona-Schulden für unnötig

Archivmeldung vom 02.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Die Summe aller Schulden ist gleich der Summe aller Guthaben (Symbolbild)
Die Summe aller Schulden ist gleich der Summe aller Guthaben (Symbolbild)

Bild: dsindf / Eigenes Werk

Der Wirtschaftsweise Achim Truger geht davon aus, dass der Abbau der Rekordverschuldung in Deutschland ohne Einschnitte für die Bevölkerung gelingen kann. "Wegen der Corona-Schulden brauchen wir keinen Lastenausgleich", sagte Truger der "Saarbrücker Zeitung".

Wenn man die Spielräume der Schuldenbremse nutze, dann könnten die Schulden auch ohne Ausgabenkürzungen oder Steuererhöhungen wieder auf 60 Prozent gemessen an der Wirtschaftsleistung sinken, erläuterte der Ökonom. Damit widersprach Truger politischen Forderungen, Vermögende und Spitzenverdiener für die Folgen der Corona-Krise zur Kasse zu bitten.

"Wenn wir die Pandemie in den Griff bekommen, könnten wir Ende 2021 den wirtschaftlichen Einbruch fast schon wieder wettgemacht haben. Das heißt, damit wäre wieder das Niveau von 2019 erreicht", sagte Truger.

Für einen handlungsfähigen Staat müsse man allerdings auch über mehr Steuergerechtigkeit reden, fügte Truger hinzu. "In den letzten 20 Jahren ist die Steuerlast von oben nach unten umverteilt worden. Hier sehe ich Korrekturbedarf."

Quelle: Saarbrücker Zeitung (ots)


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