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Handwerkspräsident warnt vor weiteren negativen Folgen für Unternehmen durch Kontaktverbot

Archivmeldung vom 23.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Hans Peter Wollseifer (2016), Archivbild
Hans Peter Wollseifer (2016), Archivbild

Von Mozamaniac - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53901150

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat die von Bund und Ländern vereinbarten strengen Kontaktbeschränkungen begrüßt, jedoch vor weiteren negativen Folgen für Unternehmen gewarnt. "Jetzt kommt es zuallererst darauf an, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", sagte Wollseifer der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

"Die nun vereinbarten gemeinsamen Kontaktbeschränkungen erscheinen notwendig, um das zu gewährleisten", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). "Die Kontaktbeschränkungen erschweren gleichzeitig jedoch durchgängig die wirtschaftliche Situation der Unternehmen, auch im mittelständisch geprägten Handwerk", sagte Wollseifer.

Verbürgte oder zinsverbilligte Kredite reichten allein nicht aus. "Unabdingbar und dringend ist es deshalb, Vorkehrungen zur Existenzsicherung zu treffen, und das mit so wenig Antragsbürokratie wie nur irgend möglich", so Wollseifer. "Gerade für kleine und mittlere Betriebe muss es nicht rückzahlbare Zuschüsse für die laufenden Kosten wie insbesondere Gewerbemieten sowie Steuerstundungen geben, kurzum: alles, was Liquidität bringt und auf der Kostenseite entlastet." Er mahnte zur Eile: Alle Stabilisierungsmaßnahmen müssten in dieser Woche gesetzlich fixiert werden. "Es geht für immer mehr Unternehmen hinsichtlich ihres Fortbestands um Tage", warnte Wollseifer.

Quelle: Rheinische Post (ots)


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