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Organspende: Montgomery stellt sich hinter Spahn-Initiative

Archivmeldung vom 02.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Organspende: Hoch umstritten da Körperteile bei lebendigem Leib entnommen werden (Hirntot ist nicht Tot). Für den Empfänger: Ein kurzes Leben mit starken Medikamenten.
Organspende: Hoch umstritten da Körperteile bei lebendigem Leib entnommen werden (Hirntot ist nicht Tot). Für den Empfänger: Ein kurzes Leben mit starken Medikamenten.

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Der Gesetzentwurf der Abgeordnetengruppe um Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Organspende stößt auf volle Zustimmung des Präsidenten der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery.

"Das ist ein sehr sinnvoller Vorstoß", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse" über die Initiative für eine doppelte Widerspruchslösung. Der Deutsche Ärztetag habe dies bereits vor einem Jahr so gefordert. Er hoffe, dass dieser Gesetzentwurf am Ende der parlamentarischen Debatte eine Mehrheit bekommen werde, sagte Montgomery. Spahn gehe hier ausgesprochen klug vor, lobte der Ärztekammer-Präsident. "Er hat die Gesetzesinitiativen getrennt. Spahn hat einen Gesetzentwurf zu den Strukturfragen vorgelegt, um die Finanzierung der Organspenden und die Stellung der Transplantationsbeauftragten zu verbessern. Das begrüßen wir sehr. Und er stößt eine Debatte an, ohne einen eigenen Gesetzentwurf der Regierung dazu vorzulegen." Damit sei nun der Bundestag am Zug.

"Medizinisch und ethisch ist die Widerspruchslösung das einzig Richtige", sagte Montgomery. Er hoffe, dass im Bundestag nun zügig beraten und entschieden werde. Am Ende müsse ein Gesetz stehen, mit dem man aus medizinischer und rechtlicher Sicht leben könne. "Die Debatte über die Frage, ob es eine Widerspruchslösung oder andere Wege geben soll, muss aber auch vor allem in der Gesellschaft geführt werden. Dazu gibt der Gesetzentwurf jetzt den Anstoß." Bedenken, Organe könnten bei dieser Variante zu früh entnommen werden, könne er "überhaupt nicht nachvollziehen", sagte Montgomery. "Die Annahme, man werde als Spender schlechter medizinisch versorgt, weil alle auf die Organe warten, ist kompletter Unsinn. Wir haben mit den Richtlinien zur Feststellung des Hirntodes klare und gute Regeln, wie man damit umgeht." Niemand müsse wegen der Widerspruchsregelung fürchten, voreilig zum Organspender zu werden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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