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Bildungsministerin will Diesel "klimafreundlich weiter nutzen"

Freigeschaltet am 15.05.2019 um 06:50 durch Andre Ott
Anja Karliczek (2014), Archivbild
Anja Karliczek (2014), Archivbild

Foto: Martin Rulsch
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hält den Diesel nicht für ein Auslaufmodell. "Wir führen die Debatte um den Diesel nicht breit genug", sagte Karliczek den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Mit synthetischen Kraftstoffen könne man "die Verbrennertechnologie klimafreundlich weiter nutzen - nicht nur in Pkw, sondern vor allem im Schwerlastverkehr, in Flugzeugen und Schiffen", so die CDU-Politikerin weiter. Dort seien Alternativen zu den herkömmlichen Antriebstechnologien kurzfristig nicht so leicht einzusetzen. In der Debatte um eine CO2-Steuer warnte Karliczek vor nationalen Alleingängen. Insbesondere dürfe eine solche Steuer nicht einfach auf die Mineralölsteuer draufgeschlagen werden. "Hier brauchen wir eine abgestimmte Linie in der EU oder zumindest unter einigen Staaten", forderte die Ministerin.

Denkbar sei auch "die Ausweitung des Emissionshandels in vielen europäischen Mitgliedsstaaten". Zugleich richtete die CDU-Politikerin einen Appell an die Schüler, die freitags während des Unterrichts für mehr Klimaschutz demonstrieren. "Der Einsatz der Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz ist sehr zu begrüßen", sagte Karliczek den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es sei aber auch klar, "dass man nicht wochenlang jeden Freitag der Schule fernbleiben kann. Wir haben eine allgemeine Schulpflicht. Regeln müssen für alle gelten". Ein Protest werde "umso glaubwürdiger, wenn man für ihn vielleicht auch ein wenig Freizeit opfert", so Bildungsministerin weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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