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Studie offenbart tiefe Gräben zwischen SPD und Grünen

Archivmeldung vom 23.04.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Eine Studie möglicher gemeinsamer Wahlkampfstrategien für SPD und Grüne offenbart massive Differenzen zwischen den Führungseliten der beiden Parteien. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" sehen demnach führende Sozialdemokraten die Grünen eher als "Nischenpartei der Latte-macchiato-Bourgeoisie", diese wiederum die SPD für "fest verankert (wenn nicht gar verkrustet) in der staatskonservativen Schicht" der Gesellschaft.

Das Papier zweier deutscher Gastwissenschaftler an der US-Universität Harvard wertet anonym Interviews mit 40 Spitzenleuten aus, unter ihnen die möglichen SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück, die Grünen-Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin sowie zahlreiche Wahlkampfexperten und Vordenker der beiden Parteien. Die meisten der Befragten halten die jeweils andere Partei nicht für eine verbündete, sondern für eine "konkurrierende" Organisation. Viele stuften den potentiellen Koalitionspartner sogar als "gegnerische Partei" ein, mit der man allenfalls "ein paar inhaltliche Gemeinsamkeiten" habe. Vor allem in der Führungsschicht der Grünen registriert die Studie, dass ein "relevanter Teil" auch ein Bündnis mit der CDU nach der Bundestagswahl "prinzipiell für denkbar" hält.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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