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Niedersachsen bittet NRW-Bürger um Verzicht auf Oster-Besuche

Archivmeldung vom 11.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Stephan Weil (2017)
Stephan Weil (2017)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat wegen der Corona-Epidemie alle Bürger aus Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, an Ostern nicht nach Niedersachsen zu reisen. "Wir freuen uns normalerweise sehr über Gäste aus Nordrhein-Westfalen", sagte Weil der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

"In diesem Jahr aber müssen wir Sie leider bitten, an Ostern zu Hause zu bleiben." Auch die in Niedersachsen lebenden Menschen seien aufgefordert, soweit wie möglich zu Hause zu bleiben und ihre Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. "Genau darum bitten wir auch unsere Nachbarn im Westen", sagte Weil.

Er kündigte für Ostern an, weitere "touristische Hotspots im Land für alle Gäste" zu sperren, nachdem die ostfriesischen Inseln bereits länger tabu sind. Ob dort das diesjährige Sommergeschäft wie geplant verlaufen kann, ist ungewiss. "Unser Wunsch ist es natürlich, dass die Sommersaison irgendwann starten kann, aber versprechen kann ich das nicht", sagte Weil. "Wir müssen jetzt erst einmal beobachten, wie das Infektionsgeschehen sich weiter entwickeln wird und ob unsere Krankenhäuser mit den befürchteten größeren Patientenzahlen klarkommen werden."

Zu möglichen Lockerungen der Maßnahmen gegen Corona sagte Weil: "Wir werden sicher nicht zeitnah Geschäfte und Restaurants gleichzeitig wieder öffnen können." , sagt Weil. Nach Ostern werde man sehr umsichtig über etwaige Lockerungen diskutieren. Dabei mahnte der SPD-Politiker ein Zusammenspiel aller Bundesländer an. Mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verstehe er sich gut. "Einig sind wir uns übrigens auch darin, dass es klug wäre, wenn alle weiteren Entscheidungen zu gegebener Zeit einvernehmlich zwischen den Ländern aufeinander abgestimmt erfolgen würden - und zwar ohne Alleingänge", sagte Weil.

Quelle: Rheinische Post (ots)


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