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Meuthen hält Fall Kalbitz innerparteilich für erledigt - "Höcke wird überschätzt"

Archivmeldung vom 01.08.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.08.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Prof. Dr. Jörg Meuthen (2019)
Prof. Dr. Jörg Meuthen (2019)

Bild: AfD Deutschland

AfD-Chef Jörg Meuthen hofft nach dem Streit um den Parteiausschluss von Andreas Kalbitz bald wieder zu einer "kooperativen Zusammenarbeit" mit den Fraktionschefs Gauland und Weidel und dem Co-Vorsitzenden Chrupalla zurückkehren zu können. "Das meiste, was wir im Vorstand beschließen, geschieht einvernehmlich oder mit großer Mehrheit", sagte Meuthen der "Saarbrücker Zeitung".

In dieser speziellen Frage gebe es aber "unbestreitbar grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten". Jedoch sei der Fall Kalbitz mit dem Spruch des Bundesschiedsgerichts "innerparteilich abgeschlossen."

Der AfD-Sprecher betonte, es gehe zwar um einen Einzelfall, nämlich die Annullierung einer Mitgliedschaft nach klaren Kriterien. Inhaltlich spielten aber "natürlich" auch rechtsextreme Bezüge hinein. "Wenn wir als Partei auf Dauer erfolgreich sein wollen, müssen wir eine stringente Abgrenzung zum Rechtsextremismus haben", sagte Meuthen. Auf die Frage, ob er sich dann nicht auch von Björn Höcke trennen müsste, antwortete der AfD-Politiker: "Er ist ein thüringischer Landespolitiker, mehr nicht. Seine Rolle wird überschätzt."

Quelle: Saarbrücker Zeitung (ots)


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